Leserbrief aus Gallneukirchen: "Unverständnis bei Anrainern der Dr.-Renner-Straße – Forderung nach sinnvoller Trassenlösung für Gallneukirchen"
GALLNEUKIRCHEN. Leopold Hackl-Lehner aus Gallneukirchen, SPÖ-Fraktionsobmann, hat in seinem Leserbrief den Unmut betreffend der Stadtbahn durch die Dr. Renner-Straße thematisiert.

Unter dem Titel „Unverständnis bei Anrainerinnen und Anrainern der Dr.-Renner-Straße – Forderung nach fairer und sinnvoller Trassenlösung für Gallneukirchen“ thematisiert Leopold Hackl-Lehner folgendes:
„In Gallneukirchen wächst das Unverständnis unter den Anrainerinnen und Anrainern der Dr.-Renner-Straße angesichts der aktuellen Planungen für eine mögliche Bahntrasse. Sollte die Planung des Landes Oberösterreich positiv bewertet und eine Trassenführung durch diese Straße genehmigt werden, stellt sich für viele Betroffene eine zentrale Frage: Werden politische Entscheidungsträger – insbesondere Vertreter von ÖVP und Grünen – trotz vorheriger Zustimmung zur Projektplanung an dieser Variante festhalten, selbst wenn sie mit massiven Eingriffen verbunden ist?
Die derzeit diskutierte Variante entlang der Dr.-Renner-Straße würde erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Rund 20 Eigentümerinnen und Eigentümer müssten mit Enteignungen rechnen. Der daraus resultierende Unmut ist mehr als nachvollziehbar, zumal eine alternative Trassenführung existiert, die für Gallneukirchen einen deutlich höheren Mehrwert bieten würde.
Diese Alternative sieht einen Standort „Am Damm“, im Bereich der Sparkasse, vor. Dort wäre ausreichend Platz für eine moderne Verkehrsdrehscheibe inklusive Busterminal gegeben. Die Anbindung an die Innenstadt wäre zentral und effizient, wodurch nicht nur die Mobilität verbessert, sondern auch ein wirtschaftlicher Impuls für die Region geschaffen werden könnte. Ein solcher Standort hätte das Potenzial, sich zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort zu entwickeln, von dem zahlreiche Unternehmen profitieren würden.
Demgegenüber wirft die Variante Dr.-Renner-Straße Fragen auf: Wer profitiert tatsächlich von einer Endstation im Bereich des Friedhofs? Gleichzeitig erscheint die massive Betroffenheit von rund 20 Bürgerinnen und Bürgern im Vergleich zu lediglich einer betroffenen Person bei der Variante „Am Damm“ als unverhältnismäßig.
Seit Jahren setzen sich alle politischen Fraktionen in der Gemeinde für eine Bahnverbindung für Gallneukirchen ein. Nun, da dieses Ziel greifbar scheint, ist es umso wichtiger, eine Lösung zu wählen, die sowohl infrastrukturell sinnvoll als auch sozial verträglich ist.
Daher richtet sich mein klarer Appell an die politischen Entscheidungsträger, insbesondere an die verantwortlichen Fraktionen: Abstand von der aus Sicht vieler Betroffener wenig nachvollziehbaren Trassenführung durch die Dr.-Renner-Straße zu nehmen und stattdessen den langfristigen Mehrwert einer Endstation „Am Damm“ im Sinne der Bevölkerung zu erkennen und umzusetzen.
Es wird gerade an einer Unterschriftenliste gearbeitet, um weiter gegen diesen Unsinn vorzugehen.“


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