Fußball/1. Klasse Nord: Trainerpremiere für „Magic Mike“, lauter Eidenberger im Kader
LINZ/EIDENBERG/GENG/LEONDING/ST. MARTIN/TRAUN. Als neuen Chefcoach präsentierte Sportunion Eidenberg/Geng (1. Klasse Nord) Michael Gruber. Für den gebürtigen Linzer ist es die erste Trainerstation.

Die ersten Fußballschuhe zerriss der heute 38-Jährige bei ATSV St. Martin/Traun. Über die Nachwuchsabteilungen von LASK und Vöest mit Helmut Köglberger als Trainer sowie nach einer schulisch bedingten Pause landete der mit Doris verheiratete Vater von Emma (7) und Lilly (5) als 19-Jähriger bei Askö Ebelsberg. „Coach Ernst Hubich reaktivierte meine Liebe zum Fußball“, erinnert sich der Pädagoge an der Berufsschule Linz 3.
Klubkollege von Andi Saurer und Kurt Baumgartner
Nach einem halben Jahr wechselte Gruber zu Sportunion Weißkirchen und kürte sich mit den „Zebras“ zum Landesligameister. Regionalligist Askö Donau wurde auf „Magic Mike“ aufmerksam und holte ihn 2001 an Bord. „Nie vergesse ich die Partien als Teamkollege von Torhüter Andreas Saurer oder dem längst legendären Stürmer Kurt Baumgartner, der heute immer wieder als Donau-Manager für Schlagzeilen sorgt. Das waren auch menschlich besonders spannende Zeiten“, pflegt Gruber noch immer intensive Kontakte mit vielen Kleinmünchnern.
Kreuzbandriss bei Heimsieg
Letzte Station als Aktiver war Askö Leonding, wo die Karriere des inzwischen nach Eidenberg übersiedelten Linzers am 8. September 2013 jäh zu Ende ging. Beim 2:1-Heimsieg gegen Hartkirchen riss nach einer Viertelstunde das vordere Kreuzband im rechten Knie. „Schnell war mir klar, dass ich den Weg als Trainer einschlage“.
Sonnenklare Vorstellungen
Warum sich die Sportunion Eidenberg/Geng für Gruber als Nachfolger des Putzleinsdorfers Gerhard Ecker entschied, begründet Sektionsleiter Bernhard Kaiser. „Mit ihm fanden wir die vereinsinterne Lösung. Obwohl es für Michael die erste Trainerstation ist sind wir überzeugt, dass er mit seiner Erfahrung als Spieler der Richtige für uns ist. Der Kader für die neue Saison bleibt im Großen und Ganzen gleich. Der kontinuierliche Einbau weiterer Eigenbauspieler zählt auch zu den Kernaufgaben des neuen Trainers.“
Transparente Philosophie
Keine Zweifel lassen die Verantwortlichen an der Vereinsphilosophie aufkommen. „Positives und faires Auftreten, den eigenen Spielstil weiter verbessern sowie mit Kampfmannschaft und Reserve zufriedenstellende Leistungen abrufen“, nennt Kaiser die Schwerpunkte. Nachsatz: „Die Nachwuchsarbeit steht bei uns seit jeher im Vordergrund und das soll auch so bleiben. Wir verpflichten keine teuren Spieler, setzen auf eigene Talente, wollen Kindern und Jugendlichen die Freude am Spiel vermitteln sowie Teamgeist fördern und Lernen fürs Leben unterstützen.“ Selbstverständlich steht Gruber voll hinter diesen Grundsätzen. „Nur so sind auf Sicht sportliche Erfolge und eine gesunde Vereinsentwicklung möglich. Alle Kaderspieler sind Eidenberger Gemeindebürger und eine verschworene Gemeinschaft. Das macht uns stark.“ Dass der Neo-Coach hoch talentierte „Rohdiamanten“ wie Kilian Schmidinger (15) oder Tobias Wollendorfer (16) in die „Erste“ einbaut, versteht sich da von selbst.


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