Politik: „Durch Problemlösungen können wir das Vertrauen zurückgewinnen“
Bezirk. Das Ergebnis der Bundespräsidentschaftswahlen zeigt, die politische Landschaft hat sich geändert. Für den Nationalratsabgeordneten Michael Hammer steht fest, dass es daher in Zukunft noch wichtiger sein wird auf die Menschen zuzugehen.

Tips: Ist das letzte Wahlergebnis ein Ausdruck von Politikverdrossenheit?
Michael Hammer: Ich würde es eher mit Parteipolitikverdrossenheit beschreiben.
Tips: Das bedeutet konkret?
Hammer: Die Menschen sind durchaus an verschiedensten politisch relevanten Problemen – wie Umweltschutz oder Verkehr – interessiert. Doch sie haben oft zu unpräzise Vorstellungen, welche Lösungen die Politik anbieten soll und auch kann.
Tips: Warum ist das Können problematisch?
Hammer: Nehmen wir den Bereich des Strafrechts. Hier sind rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten, auch wenn von Seiten einiger eine schnelle Bestrafung gefordert wird.
Tips: Wie sehen Sie das Image der Poltiker?
Hammer: Differenziert. Spricht man mit den Menschen direkt, erhält man viele positive Rückmeldungen. Wird aber allgemein über die Politik gesprochen, sieht es leider nicht so positiv aus.
Tips: Wie kann man diese Situation ändern?
Hammer: Durch Problemlösungen können wir das Vertrauen zurückgewinnen.
Tips: Das klingt ja gut, aber gibt es dafür auch konkrete Beispiele, die Sie sich etwa für Urfahr-Umgebung vorstellen können?
Hammer: Im Bereich des Verkehrs wäre Vieles zu erledigen. Denkt man zum Beispiel an die unglückliche Situation der Pendler, die sich durch die Sperre der Eisenbahnbrücke noch verschlechtert hat. Hier gilt es, abseits von Partei-, Stadt oder Landesgrenzen an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten.
Tips: Bald wird die Bundespräsidentenstichwahl stattfinden. Gibt es eine Wahlempfehlung?
Hammer: Nein, es wird es keine geben. Wichtig ist es aber, dass jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch macht.


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