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Melanie Wöss ist neue Vizebürgermeisterin von Lichtenberg: "Da kann man etwas bewegen"

Mag. Michaela Maurer, 23.05.2018 09:11

LICHTENBERG. Melanie Wöss ist seit vergangener Woche Vizebürgermeisterin von Lichtenberg. Tips hat sie im Interview zu ihren Plänen und ihrem Werdegang befragt.

Vizebürgermeisterin Melanie Wöss Foto: Hermann Wakolbinger
Vizebürgermeisterin Melanie Wöss Foto: Hermann Wakolbinger

Tips: Warum haben Sie die Position der Vizebürgermeisterin angenommen?

Wöss: Nach meiner Pflichtschulzeit startete ich in der Jungen ÖVP in Lichtenberg. Seitdem habe ich diverse Funktionen übernehmen und in all den Jahren viel Schönes erleben, viel dazulernen und viele Freunde gewinnen dürfen. Es macht mir große Freude, mich für die Anliegen der Bevölkerung einzusetzen und unseren Heimatort mitzugestalten. In Lichtenberg haben wir eine engagierte Bürgermeisterin, ein motiviertes ÖVP-Team und ein gutes überparteiliches Miteinander, da kann man etwas bewegen.

Tips: Was wollen Sie für Lichtenberg erreichen?

Wöss: Lichtenberg ist ein lebenswerter Ort mit vielen Attraktionen. Wir haben zahlreiche Vereine, die ehrenamtlich für ein tolles Freizeit- und Veranstaltungs-Angebot sorgen. Diese zu unterstützen erachte ich als sehr wichtig. Hätten wir unsere Vereine nicht, würden viele Veranstaltungen, ein tolles Sportangebot und das gelebte Miteinander fehlen. Ein Dauerbrenner ist in unserem Ort, wie in vielen anderen im Umland von Linz, das Thema „leistbares Wohnen“. Als Gemeinde darauf zu achten, dass Startwohnungen/leistbare Wohnungen geschaffen werden, wie jetzt am Standort alter Kindergarten, und unsere Lichtenberger somit auch in ihrem Heimatort bleiben können, finde ich ganz wichtig. Die Lebensqualität in unserem Ort weiterhin so hoch zu halten sehe ich als oberstes Ziel.

Tips: Was bedeutet Politik für Sie persönlich?

Wöss: Politik bedeutet für mich mitgestalten, Anliegen der Menschen hören, sich mit voller Kraft für die Menschen einsetzen und Herausforderungen lösen. Für mich ist Politik eine Herzensangelegenheit. Wenn man gerne politisch aktiv ist, spüren es die Menschen, nur dann kann man etwas bewegen. Tips: Ihr Werdegang? Wöss: Nach der Matura am BORG Linz machte ich meine Ausbildung zur Hauptschullehrerin (Englisch, Biologie, Religion). Nach ein paar Monaten als Hortpädagogin begann ich als parlamentarische Mitarbeiterin von Nationalrat Michael Hammer zu arbeiten. Eine abwechslungsreiche Tätigkeit, die mir seit 2011 große Freude bereitet. Außerdem freue ich mich immer auf die Englischeinheiten in Kindergarten und Volksschule, die Seniorenkurse im WIFI, die Führungen im Neuen Musiktheater und wenn ich meinen Nachhilfeschülern weiterhelfen kann.

Tips: Was gefällt Ihnen besonders an der Politik?

Wöss: Am besten gefällt mir, dass man, wenn man zusammenhält, wirklich viel bewegen kann. Oft sind es Kleinigkeiten, mit denen man jemandem schnell weiterhelfen kann. Oft muss man etwas länger tüfteln, bis man auf eine Lösung kommt. Wo ein Wille, da ein Weg. Ich habe in den Jahren in der Politik schon viel Neues gelernt, viel Schönes erlebt, tolle Unterstützer gehabt, manch fordernden Moment erlebt und auch viele Freunde gefunden. Ich möchte nichts davon missen.

Tips: Sie sind ja schon länger politisch aktiv -auch an der Seite von anderen Politikern - was sind Ihrer Meinung nach derzeit die großen Herausforderungen in der Politik?

Wöss: Meiner Meinung nach geht es uns in Österreich, in Oberösterreich, in Urfahr Umgebung und vor allem auch in Lichtenberg sehr gut. Wichtig ist, dass man sich dafür einsetzt, dass es auch so bleibt. Aktuelle Herausforderungen sehe ich auf Bundes- und Landesebene beispielsweise im Bereich Pflege. Altern in Würde ist etwas, dass unserer älteren Generation, der wir viel verdanken, ermöglicht werden muss. Verkehrstechnisch gibt es in Linz auch einige aktuelle Herausforderungen - der tägliche Stau spricht da ganz für sich. In Lichtenberg würde ich es aufgrund der steigenden Grundstückspreise als Herausforderung bezeichnen, leistbares Wohnangebot zu schaffen. Bei all diesen Herausforderungen steht der Mensch im Mittelpunkt, für den es sich mit 100 Prozent Einsatz stark zu machen lohnt.


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