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BEZIRK/ÖSTERREICH. Eine laufende Berufsausbildung war für Asylwerber in Österreich bisher kein ausreichender Schutz vor einer Abschiebung. Geht es nach den Plänen der SPÖ soll sich das noch in diesem Jahr ändern. 

Alois Stöger Foto: MecGreenie
Alois Stöger Foto: MecGreenie

Geplant ist ein gemeinsamer Gesetzesantrag mit ÖVP, NEOS und Grünen, um Asylwerberinnen und Asylwerbern, die eine Lehre begonnen haben, auch den Abschluss dieser Ausbildung zu ermöglichen. „Damit haben diese jungen Menschen endlich die Möglichkeit von Leistungsbe­ziehern zu Bei­tragsleistern zu werden und gleichzeitig ihre ­eigene Zukunft positiv zu ­gestalten“, erklärt National­ratsabgeordneter Alois Stöger über die parlamentarische Einigung.

Junge Menschen nehmen niemanden Lehrplatz weg

„Da geht es um 300 Menschen in Oberösterreich, die arbeiten wollen und die jetzt endlich eine echte Perspektive erhalten“, so Stöger weiter. Lehrstellen für Asylwerber stehen nur in ­sogenannten Mangelberufen – also Berufsfeldern in denen es einen Fachkräftemangel gibt – offen. „Diese jungen Menschen nehmen niemandem einen Lehrplatz weg. Im Gegenteil – für viele Betriebe in Oberösterreich, die vergeblich nach zukünftigen Fachkräften suchen, sind sie ein absoluter Gewinn“, erklärt ­Nationalratsabgeordneter Alois Stöger, der sich auch für einen befristeten Arbeitsaufenthalt nach Abschluss der jeweiligen Lehre ausspricht.

Keine weitere Ausweitung der Mangelberufsliste

„Gut integrierte junge Menschen, die in Mangelberufen arbeiten wollen, auszubilden und hier arbeiten zu lassen, ist zweifellos der bessere Weg, als die weitere Ausweitung der Mangelberufsliste“, betont Alois Stöger, der die bisherige Politik der türkis-blauen Regierung bereits im Nationalrat kritisiert hatte.


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