Jürgen Humer: „Mülltrennung ist ein sehr komplexes Thema“

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Victoria  Preining Online Redaktion, 09.11.2021 11:10 Uhr

WALDING. Die Themen Müllvermeidung und die Entsorgung beziehungsweise das Recycling von Altstoffen beschäftigt die Menschen auf der ganzen Welt. Jürgen Humer, Geschäftsführer der Zellinger GmbH beschäftigt sich beruflich mit Abfallentsorgung und kennt die Herausforderungen der Branche.

Tips: Ihr Unternehmen beschäftigt sich beruflich mit dem Thema Müll. Ein sehr einseitiges Betätigungsfeld, oder?

Jürgen Humer: Überhaupt nicht. Die Abfallwirtschaft ist ein sehr spannender Tätigkeitsbereich.

Tips: Warum?

Humer: Wird ein Produkt entsorgt, dann stellt sich die Frage: Was soll mit ihm passieren? Soll es wiederverwertet werden? Wird aus ihm Energie – etwa Wärme oder Strom – erzeugt? Oder muss es fachgerecht entsorgt werden. Mülltrennung ist also ein sehr komplexes Thema.

Tips: Sollte man nicht darauf schauen, dass weniger Müll anfällt?

Humer: Sicher, hier ist noch viel Bewusstseinsbildung notwendig.

Tips: Zurzeit wird das Thema Pfand für verschiedenste Produkte diskutiert. Wie steht ein Profi dazu?

Humer: Ein Pfandsystem ist in vielen Bereichen eine gute Idee. Man muss sich aber auch hier die Frage stellen: Wo ist es sinnvoll? Wo weniger? Wichtig ist, dass man auch dieses Thema mit viel Sensibilität betrachtet und diskutiert. Jedenfalls ist es gut, dass man sich Gedanken darüber macht, wie die Zukunft aussehen wird.

Tips: Sie haben angesprochen, dass noch mehr Bewusstseinsbildung notwendig ist. Könnten Sie dazu ein Beispiel aus der Praxis geben?

Humer: Ich denke da etwa an die richtige Entsorgung von Batterien oder Akkus. Beide gehören nicht in den Restmüll. Und das hat mehrere Gründe.

Tips: Welche?

Humer: Eine Batterie oder ein Akku enthält nicht nur wertvolle Rohstoffe. Bei einer falschen Entsorgung gefährden die Bestandteile die Umwelt – etwa das Grundwasser. Zudem kann es durch falsche Entsorgung zu gefährlichen Bränden kommen.

Tips: Funktioniert die Mülltrennung im Bezirk gut?

Humer: Auch dies kann man nicht mit einem einfach Ja oder Nein beantworten. Es gibt sicher gewisse Bereiche – ich denke da etwa an den Biomüll – wo es noch Aufholbedarf gibt. Und dass die Mülltrennung in einem Einfamilienhaus besser funktioniert als in einem Haus mit mehren Wohnungen, ist auch eine Tatsache. Aber grundsätzlich können wir in Urfahr-Umgebung zufrieden sein.

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