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"Teuerungs-Watsche" trifft die Beschäftigten aus Urfahr-Umgebung hart: AK-Präsident Stangl fordert rasche und spürbare Entlastung

Mag. Jacky Stitz, 01.09.2022 10:18

URFAHR-UMGEBUNG. Wohnen, Heizen, Strom, Pendeln, Essen: Die aktuelle Teuerungswelle rollt über den Bezirk Urfahr-Umgebung hinweg und scheint kein Ende zu nehmen. Immer mehr Beschäftigte wissen nicht mehr, wie sie mit ihrem Einkommen auskommen sollen. „Darum ist es höchste Zeit, den Preissteigerungen entgegenzuwirken, Preise zu deckeln und die Menschen spürbar zu entlasten“, sagt AK OÖ-Präsident Andreas Stangl.

  1 / 2   Die aktuellen Preissteigerungen treffen vor allem Beschäftigte aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung hart. (Foto: Erwin Wodicka - wodicka@aon.at)

Die bisherigen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung gegen die Teuerung reichen bei weitem nicht aus, um die Menschen spürbar zu entlasten. Einmalzahlungen und Steuererleichterungen schaffen zwar kurzfristig Abhilfe. Dadurch werden aber die Preise nicht gesenkt, selbst wenn die Inflation wieder abflacht.

In den vier Mühlviertler Bezirken Urfahr-Umgebung, Rohrbach, Freistadt, und Perg geben die Menschen laut einer AK-Befragung knapp ein Viertel ihrer Haushaltsbudgets für Wohn- und Energiekosten aus – Tendenz stark steigend. Für mehr als die Hälfte der Befragten stellt das eine finanzielle Belastung dar. Die Preise für Pellets, Strom und Lebensmittel steigen auch im Mühlviertel, so wie in ganz Österreich.

Und nicht zuletzt machen sich die horrenden Preise für Benzin und Diesel bei den vielen Pendlern im Bezirk bemerkbar: Bei einer durchschnittlichen täglichen Wegstrecke von rund 53 Kilometern müssen jene Beschäftigten, die auf das Auto angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen, heuer um durchschnittlich 583 Euro mehr bezahlen als im vergangenen Jahr. Auf den gesamten Bezirk umgelegt, sind das Mehrkosten von 18,5 Millionen Euro, getragen von den Arbeitnehmern.

Dringende Entlastung nötig

Um Pendler zu entlasten, muss der öffentliche Verkehr massiv ausgebaut und die Pendlerpauschale reformiert und in eine kilometerabhängige Direktzahlung umgewandelt werden. Energie-, Miet- und Lebensmittelpreise müssen durch staatliche Eingriffe gedeckelt und somit gesenkt werden. Bei den Lebensmitteln macht es zudem Sinn, vorübergehend die Mehrwertsteuer zu senken oder überhaupt auszusetzen. „Gleichzeitig müssen bei all jenen Energieunternehmen, die derzeit Rekordgewinne auf Kosten der Allgemeinheit vermelden, die Übergewinne abgeschöpft und im Sinne des Gemeinwohls umverteilt werden“, so AK OÖ-Präsident Andreas Stangl.

 


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