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Leserbrief der Bürgerinitiative Reitern: "Wir appellieren an Irene Fellner (FPÖ), künftig nicht mehr populistisch zu agieren"

Online Redaktion, 19.04.2024 09:18

ALBERNDORF/REITERN. Ein Leserkommentar zum FPÖ-Artikel von Irene Fellner „Beim geforderten Fahrverbot in Reitern sind Rationalität statt Emotionalität gefragt“ erreichte die Tips-Redaktion von Manfred Lamplmair, dem Sprecher der unabhängigen Bürgerinitiative Reitern (BIR):

 (Foto: Manfred Lamplmair)
(Foto: Manfred Lamplmair)

„Das Ziel unserer Bürgerinitiative ist eine deutliche Verkehrsberuhigung (weniger Lärm) und eine Erhöhung der Sicherheit – besonders für Fußgänger und Radfahrer.

Der Siedlungsweg in Reitern ist ca. 1,2 km lang und 40 Häuser grenzen direkt an. Der Durchzugsverkehr aus und in Richtung Gemeindegebiet Alberndorf beträgt bereits mehr als 50 % des gesamten Verkehrsaufkommens in der Siedlung. Noch dazu hält sich der Großteil der Fahrzeuglenker nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Zwei Verkehrserhebungen im Vorjahr durch das Land Oberösterreich haben ergeben, dass 15 % der Fahrzeuge – das sind mehr als 100 auswärtige Lenker täglich - zwischen 47 km/h und 78 km/h durch die Siedlung rasen – noch dazu, ohne auf die gültige Rechtsregel entlang des Siedlungsweges zu achten.

Frau Fellner scheint allgemein nicht gut über die Verkehrssituation in Reitern informiert zu sein. Die Bürgerinitiative will keine Gewichtsbeschränkung für Schwerverkehr aller Art, sondern es gibt eine gültige 5-Tonnen-Begrenzung für Durchfahrten in Reitern, ausgenommen natürlich Anliegerverkehr. Aufgrund des schmalen Siedlungsweges ist ein aneinander vorbeifahren von zwei Schwerfahrzeugen praktisch unmöglich.

Für landwirtschaftliche XXL-Fahrzeuge, die immer größer und breiter werden, gilt sogar nur eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h. Leider wird auch diese Höchstgeschwindigkeit oft überschritten. Die laufenden Durchfahrten sind eigentlich rechtswidrig, wurden aber bisher toleriert.Die mögliche Benutzung einer Ausweichroute über die zweispurige Landes- und Bundesstraße Gallneukirchen würde maximal 1-2 Minuten und für XXL-Fahrzeuge ca. 4 Minuten länger dauern.

Eine weitere Angabe von Frau Fellner mit 2,0 Prozent Schwerverkehr ist leider nur bedingt richtig. Korrekt ist vielmehr, dass der Schwerverkehr inklusive LKW-ähnlicher Fahrzeuge insgesamt 5,7 Prozent beträgt. Die Zahlen der Verkehrserhebungen des Landes OÖ sprechen eine eindeutige Sprache und lassen eben keinerlei Interpretationsspielraum zu.

Viele Bewohner in der Siedlung Reitern hat dieser Artikel von Frau Fellner verärgert. Die BIR appelliert an Frau Fellner, künftig nicht mehr populistisch zu agieren und die Arbeit pro Bewohner einer unabhängigen Bürgerinitiative einer anderen Gemeinde zu kritisieren.“

Manfred Lamplmair, Sprecher der BIR


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