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FPÖ Irene Fellner: "Beim geforderten Fahrverbot in Reitern sind Rationalität statt Emotionalität gefragt"

Online Redaktion, 16.04.2024 11:09

ALBERNDORF/REITERN. „Zahlen, Daten und Fakten offenbaren die Unverhältnismäßigkeit des geforderten Fahrverbots durch die Bürgerinitiative Reitern“, so FPÖ-Ortsparteiobfrau und Gemeindevorständin Irene Fellner.

Alberndorf (Foto: Google maps FPÖ-UU)
Alberndorf (Foto: Google maps FPÖ-UU)

Die jüngsten Diskussionen und Forderungen der Bürgerinitiative Reitern (BIR) bezüglich der Verkehrsbelastung und Sicherheitsbedenken haben weitreichende Aufmerksamkeit erregt. Während das Engagement der Gemeinschaft für Sicherheit und Lebensqualität zu schätzen ist, ist es ebenso wichtig, dass diese Diskussionen und Lösungsansätze auf rationalen Überlegungen und genauen Daten basieren.„Zu diesem Zweck möchten wir wichtige Fakten und Zahlen in den Mittelpunkt rücken, die im Rahmen der Verkehrserhebungen gesammelt wurden. Diese Daten zeigen ein deutlich differenzierteres Bild der Situation, als es dargestellt und möglicherweise wahrgenommen wird“, so die Ortsobfrau von Alberndorf.

Daten und Fakten zur Verkehrssituation

„Die Bewohner von Reitern sind genervt. Durch ihre Ortschaft brettern pro Woche knapp 10.000 Fahrzeuge“, hieß es von Seiten der Bürgerinitiative. „Was hier so fulminant klingt, ist bei genauerer Betrachtung jedoch unterdurchschnittlich“, so Fellner. „Die durchgeführten Verkehrserhebungen im Juli und September 2023, vor der Ankündigung von Verkehrsbeschränkungen, zeigen, dass der durchschnittliche tägliche Verkehr (DTV) im Bereich der Gemeindegrenze 745 Fahrzeuge und im Bereich der Liegenschaft Reitern 1359 Fahrzeuge verzeichnet wurden. Bei der Differenz von rund 600 Fahrzeugen wird von Ziel- bzw. Quellverkehr des Ortsteils Reitern ausgegangen, wie beispielsweise Öl- oder Pelletslieferungen, der Kindergartenbus, der Schülergelegenheitsverkehrsbus, Wohnmobile usw.“

Von besonderem Interesse für die Bürgerinitiative ist der Anteil des Schwerverkehrs, der neben Lastkraftwagen und Bussen auch landwirtschaftliche Fahrzeuge umfasst. „Dieser lag bei etwa 2,0 Prozent in den Erhebungen, obwohl diese zur Saison/Erntezeit stattfanden, also zu Zeiten, in denen landwirtschaftliche Fahrzeuge vermehrt unterwegs sind. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Anteilen des Schwerverkehrs von 4,3 Prozent auf Gemeindestraßen und 5,0 Prozent auf Güterwegen liegt der Anteil in Reitern somit deutlich darunter. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Schwerverkehr in Reitern nur einen Bruchteil des Gesamtverkehrs ausmacht“, erklärt die FPÖ-Ortsparteifrau.

Rationaler und faktenorientierter Diskurs

„Diese Daten legen nahe, dass die Verbindungsstraße in Reitern nicht primär als Durchfahrts- oder Ausweichroute genutzt wird, insbesondere nicht vom Schwerverkehr. Es ist wichtig, dass wir diese Fakten rational betrachten, wenn wir über mögliche Maßnahmen in Reitern diskutieren. Dabei ist entscheidend, dass unsere Reaktionen und Lösungen auf einer soliden Datenbasis stehen und nicht durch überzogene oder verzerrte Darstellungen beeinflusst werden. Im Angesicht zahlreicher komplexer Herausforderungen in unseren Gemeinden und unserem Land ist es unsere Pflicht, Rationalität über Emotionalität und Fakten über persönliche Empfindungen zu stellen. Die Fakten legen in diesem Fall nahe, dass ein gefordertes Fahrverbot unverhältnismäßig ist“, so die Ortsobfrau der FPÖ-Alberndorf Irene Fellner.