Pflege im Bezirk Urfahr-Umgebung soll mit neuer Strategie langfristig gesichert werden
URFAHR-UMGEBUNG. Mobile Dienste, alternative Wohnformen und neue Fachkräfte stehen im Mittelpunkt der Pflegestrategie 2040. Damit will Oberösterreich die Pflege im Bezirk Urfahr-Umgebung langfristig absichern und Angehörige entlasten.

Mit der Pflegestrategie 2040 und der Betreuungsarchitektur 2040 will das Land Oberösterreich die Pflege und Betreuung langfristig absichern. Ziel ist es, älteren Menschen ein langes, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und gleichzeitig Angehörige zu entlasten.
Bezirksfakten im Überblick
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die Bedeutung der bestehenden Angebote im Bezirk Urfahr-Umgebung. Im Jahr 2025 wurden 1.024 Menschen durch mobile Dienste in ihrem Zuhause betreut. Weitere 449 Personen nahmen den Zuschuss des Landes zur 24-Stunden-Betreuung in Anspruch. In den Alten- und Pflegeheimen des Bezirks wurden 528 Menschen betreut.
Hinter diesen Zahlen stehen Menschen und Familien, die täglich auf Unterstützung angewiesen sind. Neben der professionellen Pflege spielen daher auch die Entlastung pflegender Angehöriger sowie eine wohnortnahe Versorgung eine wichtige Rolle.
OÖVP-Bezirksparteiobmann und Nationalratsabgeordneter Michael Hammer betont die Bedeutung einer langfristigen Planung: „Pflege bedeutet weit mehr als Versorgung – es geht um Nähe, Würde und Lebensqualität. Unser Ziel ist, dass Menschen auch künftig möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben können. Dafür braucht es moderne Angebote, ausreichend Personal und eine vorausschauende Planung.“
Seit 2021 arbeitet das Sozialressort des Landes Oberösterreich nach eigenen Angaben an der Umsetzung der Pflegestrategie 2040. Angesichts des demografischen Wandels sollen die Pflegeversorgung langfristig gesichert, zusätzliche Fachkräfte gewonnen und neue Angebote geschaffen werden.
Flexible Angebote statt einer Einheitslösung
Ein wesentlicher Bestandteil ist die Betreuungsarchitektur 2040. Sie sieht vor, das bestehende Angebot breiter und flexibler zu gestalten. Im Mittelpunkt steht der Grundsatz, dass nicht jede ältere Person einen Heimplatz benötigt. Stattdessen sollen mobile Dienste, alternative Wohnformen, digitale Unterstützungssysteme, Präventionsangebote sowie regionale Betreuungsangebote weiter ausgebaut werden. Alten- und Pflegeheime bleiben gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil der Versorgung für Menschen mit hohem Pflege- und Betreuungsbedarf.
Landtagsabgeordneter Josef Rathgeb bezeichnet die Pflegestrategie als umfassenden Ansatz: „Sie reicht von der Unterstützung pflegender Angehöriger über mobile und stationäre Angebote bis hin zur Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte. Entscheidend ist, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“


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