Absage der Regional-Stadtbahn durch Gallneukirchner Dr.-Renner-Straße
GALLNEUKIRCHEN. UPDATE) Nach Bürgerprotesten hat sich der Gallneukirchner Gemeinderat bei seiner Sitzung im Juli dafür ausgesprochen, sich von dem möglichen Verlauf durch die Dr.-Renner-Straße zu distanzieren.

„Künftig soll daher in den weiteren Planungen ausschließlich die bereits ausgewiesene Verordnungstrasse mit Endpunkt am Sparkassenplatz verfolgt werden. Die weiteren Vorprojektsplanungen für die Regional-Stadtbahn in Gallneukirchen können nach diesem Beschluss auf Hochtouren fortgesetzt und bis zum Jahresende zum Abschluss gebracht werden“, teilt die Stadtgemeinde Gallneukirchen auf der Gemeindehomepage mit.
Mit der Gemeinderat-Sitzung vom 2. Juli ist das Projekt Variante Dr.-Renner-Straße Geschichte, informiert Stadtrat Roland Atzlesberger, Fraktionsobmann der Grünen Gallneukirchen: „In Gallneukirchen wurde in den letzten Wochen sehr emotional über den Verlauf der Regiotram durch die Dr.-Renner-Straße diskutiert. Viele Anrainer bekundeten ihren Protest und mangels konkreter Informationen waren viele Bürger stark verunsichert. Jetzt werden Bürger wohl erleichtert aufatmen.“
Die von den Gallneukirchner Grünen für über zehn Jahre bevorzugte „Ringvariante“ mit einer Streckenführung durch die Schulstraße war Anfang März aus den Planungen der Vorprojekte von den Fachleuten der Schiene OÖ als nicht durchführbar verworfen worden.
(UPDATE 7. Juli)
Atzlesberger ergänzt auf Tips-Anfrage: „Die sogenannte Verordnungstrasse verläuft von der OMV Tankstelle B 125 zum Damm in Gallneukirchen Richtung Sparkasse. Dorthin sollen die Postbusse zum Beispiel von Alberndorf die Fahrgäste bringen, es wird ein park and ride sowie bike and ride geben und voraussichtlich eine überdachte Remise. Auf der Strecke Gallneukirchen - Linz verkehren die Züge im 15-Minuten-Takt. Von Pregarten nach Linz im 30-Minuten-Takt. Will man von Gallneukirchen nach Pregarten muss man bei der OMV umsteigen.“ Er hält fest, dass das Projekt „nicht wegen Bürgerprotesten abgesagt worden ist, sondern wegen der antizipierten Unfinanzierbarkeit seitens Land OÖ.“
Leopold Hackl-Lehner, Fraktionsobmann SPÖ Gallneukirchen, dazu: „Von Beginn an hat sich die SPÖ Gallneukirchen klar gegen eine Trassenführung der Regional-Stadtbahn durch die Dr.-Renner-Straße ausgesprochen. Wir haben die Sorgen der betroffenen Anrainer ernst genommen und konsequent die Auffassung vertreten, dass diese Variante weder wirtschaftlich noch sozial vertretbar ist. Nach der jüngsten Präsentation der Schiene OÖ hat schließlich auch bei den anderen Fraktionen ein Umdenken eingesetzt. In der Gemeinderatssitzung am 2. Juli wurde daher mit überwältigender Mehrheit beschlossen, die Planung bzw. Prüfung dieser Variante nicht weiterzuverfolgen.“ Die Gründe dafür seien laut Hackl-Lehner folgende: Mehrere Wohnhäuser hätten abgerissen werden müssen, Garagenzufahrten und Parkplätze wären weggefallen, ein Nahversorger sowie Teile des evangelischen Friedhofs wären betroffen gewesen. „Gleichzeitig hätten zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen und Grundeinlösungen Mehrkosten in Millionenhöhe verursacht und das Genehmigungsverfahren erheblich erschwert“, so der SPÖ-Gemeindepolitiker.
Tips berichtete dazu am 1. Juni: https://www.tips.at/nachrichten/urfahr-umgebung/land-leute/724812-schienenverlauf-durch-gallneukirchner-dr-renner-strasse-stoesst-bei-anrainern-auf-widerstand
und
Tips berichtete dazu am 13. April: https://www.tips.at/nachrichten/urfahr-umgebung/oesterreich-welt/719620-leserbrief-aus-gallneukirchen-unverstaendnis-bei-anrainern-der-dr-renner-strasse-forderung-nach-sinnvoller-trassenloesung








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