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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Die Polizei konnte eine Tätergruppe ausforschen, die in großem Stil mit Kokain gedealt hat. Sechs Personen wurden festgenommen. Nach einem weiteren Dealer wird noch gefahndet.

Ein vom 36-Jährigen benutzter Wagen soll absichtlich in der Donau versenkt worden sein.Foto: FF Ottensheim/Polizei

Bereits im Juni des Vorjahres war aus der Suchtmittelszene bekannt geworden, dass in einem Hotel am Attersee massiv mit Kokain gehandelt bzw. dort auch regelmäßig konsumiert wird. Dann stellte sich heraus, dass zwei Italiener im Alter von 27 bzw. 36 Jahren, die beide im besagten Hotel als Kellner beschäftigt waren, in Italien mit 550 Gramm Kokain angehalten und vorläufig festgenommen worden waren.

Auf frischer Tat ertappt

Weitere Erhebungen ergaben, dass die beiden nach ihrer Haftentlassung wieder nach Österreich einreisten und ihre Suchtmittelgeschäfte gleich wieder weiterführten. Die Beschuldigten schmuggelten jedoch das Kokain nicht mehr von Italien nach Österreich, sondern bekamen es nun von Dealern in Linz und zwei Lieferanten aus Wien bzw. aus dem Bezirk Vöcklabruck.

Im September klicken die Handschellen: Der 36-jährige Italiener, seine Lebensgefährtin und Komplizin sowie deren Hauptabnehmer (44) wurden bei einem Drogendeal auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Unmittelbar vor der Festnahme hatte der 36-Jährige das Kokain beim Lieferanten aus dem Bezirk Vöcklabruck gekauft und zum 44-Jährigen geliefert.

Weitere Festnahmen

Anschließend wurden auch die weiteren Hauptverdächtigen - der 27-jährige Komplize, ein 58-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck sowie ein mehrfach vorbestrafter Kokainlieferant (29) festgenommen. Es folgten mehrere Hausdurchsuchungen. Nach dem Kokaindealer aus Wien wird derzeit noch gefahndet.

Der 36-jährige Hauptbeschuldigte steht im dringenden Tatverdacht, eine Gesamtmenge von etwa 1,5 Kilogramm Kokain erworben, besessen und Großteils gewinnbringend an Dritte weitergegeben zu haben.

Auto versenkt

Er soll damals noch im Hotel wahllos Gäste angesprochen und dabei das Kokain zum Kauf angeboten haben. Auch wurde von ihm Kokain an einen Lehrling des Betriebes als Geburtstagsgeschenk weitergegeben. Im Zuge der Ermittlungen stelle sich heraus, dass der 36-Jährige seinen damals auf ihn angemeldeten Pkw trotz entzogener Lenkberechtigung mit teilweise mit stark überhöhter Geschwindigkeit lenkte (214 km/h auf der Autobahn, 124 km/h im Ortsgebiet). Das Auto soll er Anfang September 2020 in Ottensheim offensichtlich vorsätzlich in der Donau versenkt haben.

Hausdurchsuchungen und Anzeigen

Bei den Festnahmen und Hausdurchsuchungen konnten insgesamt noch zirka 100 Gramm Kokain sichergestellt werden. Auch konnten bei einem der Dealer mehrere illegale Waffen, wie Pump-Guns und Faustfeuerwaffen samt Munition, sichergestellt werden.

Nach Abschluss der Ermittlungen wurden insgesamt 59 Beschuldigte wegen Verbrechen und Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz an die zuständigen Staatsanwaltschaften angezeigt.


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