Eingebrochene Eisläuferinnen per Hubschrauber aus dem Irrsee gerettet
ZELL AM MOOS. (Update 22.1.) Am Donnerstagnachmittag brachen auf dem Irrsee zwei Frauen während des Eislaufens in den See ein und hielten sich an einem Eisstück fest.
Durch einen Handy-Anruf an den Ehemann einer der Frauen wurden die Rettungskräfte alarmiert. Feuerwehr, Wasserrettung und ein Rettungshubschrauber eilten daraufhin zur Unglücksstelle. Ein Mitglied der Hubschrauberbesatzung seilte sich zu den Frauen ab und brachte beide in den Hubschrauber, worauf sie ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich die Frauen auf einer Fläche des Irrsees, die nicht fürs Eislaufen freigegeben war, was den Einsatz umso gefährlicher machte.
Eingebrochene waren nur per Hubschrauber erreichbar
Einsatzleiter Matthias Kroiss erklärte gegenüber dem ORF, dass es für die Einsatzkräfte unmöglich war, auf direktem Wege zu den Verletzten zu gelangen.
Die Einsatzkräfte warnen eindringlich, nicht freigegebene Eisflächen zu betreten, da diese durch Temperaturveränderungen und Sonneneinstrahlung massiv an Festigkeit verloren haben.
Update
„Schon von Weitem war eine mit den Händen winkende Frau zu sehen, die sich zirka 200 Meter vom Ufer entfernt auf dem Eis befand. Daneben befand sich eine weitere Person, die sich bereits im Wasser befand und versuchte, wieder an Land zu gelangen“, schildert die Polizei die Lage, als sie ankam.
Auch Polizist eingebrochen
Polizisten versuchten zuerst vergeblich, mit einem Stand-Up-Paddle-Board zur Einsturzstelle zu gelangen; bei dem Rettungsversuch brach auch ein Polizist in das Eis ein. Daraufhin versuchte die Feuerwehr mit einem Boot über das Wasser zur Unfallstelle zu gelangen; dies misslang ebenfalls, da eine leichte Eisschicht den See bedeckte und dadurch kein weiterkommen möglich war.
Nach wenigen Minuten traf ein Rettungshubschrauber an der Unfallörtlichkeit ein. Die Crew des Hubschraubers konnte die beiden Verunfallten aus dem Wasser bzw. der Unfallstelle retten. Eine 56-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck wurde mit einer starken Unterkühlung mit dem Rettungshubschrauber in das Landeskrankenhaus Salzburg geflogen, eine 49-Jährige, die ebenfalls aus dem Bezirk Vöcklabruck stammt, wurde mit dem Rettungswagen in das Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Bei dem Einsatz waren zirka zehn Personen der Rettung, ein Notarzt, 15 Personen der Wasserrettung, zirka 34 Personen der Feuerwehr und vier Polizeibeamte beteiligt.
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