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MONDSEE. Unter dem Titel „Schatzsuche im Mondsee“ steht bis 2. November ein mobiler Schauraum der Pfahlbauforschung am Marktplatz. Er ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

  1 / 4   Mit Ehrengästen wurde der mobile Schauraum offziell eröffnet, im Bild v.l. Alfred Weidinger, Direktor der OÖ Landes-Kultur GmbH, Margot Nazzal, Leiterin der Direktion Kultur und Gesellschaft, und Bürgermeister Josef Wendtner Fotos: Ebner

Seit Jahrtausenden errichten Menschen ihre Siedlungen am Mondsee. Jene in der späten Jungsteinzeit waren längst sesshaft, betrieben Ackerbau und Viehzucht, nutzten den Fischreichtum der Seen und betrieben Handel mit weit entfernten Gebieten. Sie waren an Wasser und Land mobil, bestens vernetzt und innovativ. Die Pfahlbauforschung versucht, den Details zum Leben dieser Menschen auf die Spur zu kommen.

Grabungen in Mooswinkel

Nach Untersuchungen in Seewalchen und Weyregg widmet sich das Grabungsteam derzeit der Fundstelle Mooswinkel im Mondsee. Aus mächtigen Siedlungsschichten bergen die Forschungstaucher Keramik und Steingeräte, vor allem aber jene Objekte, für die Pfahlbausiedlungen berühmt sind und die sie zu einer Besonderheit machen: organische Funde. Dazu zählen beispielsweise Pflanzenreste, die auf die Ernährung der Menschen vor 5.500 Jahren hinweisen, wie Leinsamen, Mohn, Getreide, Äpfel, Beeren oder Nüsse. Aber auch Bastschnüre, Tierkot und Tierknochen sowie zahlreiche Holzpfähle helfen der Archäologie, Stück für Stück ein Bild des prähistorischen Lebens an Oberösterreichs Seen zu rekonstruieren.

Ernährung im Fokus

Somit wird deutlich: Schätze müssen nicht unbedingt aus Edelmetall sein. Für Forscher kommt es darauf an, welche Geschichte die Dinge erzählen können. Der Mobile Schauraum präsentiert eine Auswahl an Objekten aus den Pfahlbausiedlungen sowie Methoden der Forschung. Dabei steht besonders die Ernährung unserer Vorfahren im Mittelpunkt.


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