TIMELKAM. Im Kloster St. Anna in Oberthalheim hat Anton Hüttmayr eine Galerie ins Leben gerufen. Die erste Ausstellung in der Galerie St. Anna zeigt Bilder des in Freistadt lebenden Künstlers Martin Molda. Der Titel der Schau lautet „Asche und Hingabe“. Tips konnte die Präsentation vorab mit Künstler und „Galeristen“ besichtigen. Sie ist sehenswert. Vernissage ist am Donnerstag, 29. Juni, um 19 Uhr.

Vergänglichkeit ist eine zentrale Thematik in den Ölbildern Moldas, der auf eine 30jährige künstlerische Tätigkeit zurückblicken kann. Das Symbol für das Vergehen ist Asche. Die Asche wird mit den Farbpigmenten und Leinöl auf die Leinwand gebracht. Molda arbeitet in Schichten, der Farbauftrag ist strukturiert, teils unterbrochen von Einritzungen und fragmenthaft gesetzten Wörtern und Sätzen. Der Künstler hat als gelernter Buchhändler naturgemäß einen starken Bezug zu Literatur und Lyrik. Die Kraft der Bilder entsteht zudem durch Übermalungen. Tiefer liegende Schichten bleiben sichtbar und bilden einen spannenden Kontrast zu den pastos gesetzten Farbschlieren. Die Bilder sind großteils abstrakt, kleinformatige Stilleben und engelhafte Frauengestalten bilden eine schöne, figurale Ergänzung. Molda geht, wie er selbst sagt, im Gestaltungsprozess auf. Die Ergebnisse hinterlassen beim Betrachter bleibende Eindrücke. Die käuflich erwerbbaren Werke passen sehr gut in die altehrwürdigen Klosterräume. Anton Hüttmayr hat mit der Galerie einen weiteren qualitätsvollen Puzzlestein in der Entwicklung des Klosters St. Anna hinzugefügt. Nachdem hier auch Therapien angeboten werden, ist es gut vorstellbar, dass auch die Kunst zu diesem Zweck eingesetzt wird. Die 60 Exponate werden im Kloster St. Anna zumindest noch bis zum Ende des Jahres zu sehen sein. Kunst im Kloster feiert mit dieser Ausstellung jedenfalls eine überaus gelungene Premiere. Zur Eröffnung mit Weißweinverkostung haben sich auch der Präsident des OÖ. Gemeindebundes, Christian Mader, und Bezirkshauptmann Johannes Beer angesagt. Infos: www.sankt-anna.at, www.molda.at


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