Klimt Zentrum Schörfling/A. richtet den Blick von Klimt und Teschner zur Gegenwartskunst
SCHÖRFLING/A. Der Attersee und Gustav Klimt – eine Verbindung, die seit über einem Jahrhundert nichts von ihrer Faszination verloren hat. Dazu kommt Richard Teschner, der dieser Landschaft ebenfalls verfallen war. Zeitgenössische Arbeiten von Pablo Meier-Schomburg bilden die Klammer zur Gegenwart.

Ab 22. Mai lädt das Klimt Zentrum am Attersee zur neuen Ausstellung Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner und feiert damit die Rückkehr eines außergewöhnlichen Originals: Gustav Klimts Zeichnung „Gertrude Flöge“ (1912) ist nach vielen Jahren erstmals wieder am Attersee zu sehen. Die Ausstellung spannt einen faszinierenden Dialog zwischen zwei Künstlern, die denselben Ort auf höchst unterschiedliche Weise erlebten und gestalteten: Klimt, der am Attersee seine berühmten Landschaftsgemälde schuf, und Richard Teschner, der in der nahegelegenen Villa Paulick arbeitete und lebte.Ergänzt wird diese historische Begegnung durch zeitgenössische Positionen von HeinzKasper und Pablo Meier-Schomburg, die einen frischen Blick auf Landschaft, Erinnerung und Klimts Erbe werfen.
Ein Ausstellungserlebnis
Die engagierte und höchst ambitionierte Obfrau des Klimt Zentrums, Evelyn Obermaier, hat mit ihrem Team vor Ort 2026 weitere Highlight rund um den Weltkünstler Gustav Klimt geplant. Auch der Bezug zur Gegenwart soll nicht fehlen – mit dem „Golden Dialogue“ von Pablo Meier-Schomburg, trifft Farbe auf Wasser, trifft und Kunst auf Natur – am malerischen Attersee erwartet die Besucher eines der schönsten Ausstellungserlebnisse des Jahres.
Rares von Teschner
Gustav Klimt liebte diesen See. Hier entstanden seine berühmtesten Landschaftsgemälde – voller Farbe, Rhythmus und stiller Intensität. Im Klimt Zentrum am Attersee begegnet Klimt nun erstmals einem weiteren großen Meister, der denselben Ort in sein Herz schloss: Richard Teschner, dessen bislang kaum gezeigte Zeichnungen und Studien aus der nahegelegenen Villa Paulick nun erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind.
Pointillismus neuer Machart
Den Mittelpunkt bildet jedoch Pablo Meier-Schomburg, der unsere Sehgewohnheiten ordentlich durchrüttelt: Mit seiner pointillistischen Art löst er Motive in lebendige Gefüge aus kleinen Elementen auf. Es geht nicht um ein bloßes Abbild, sondern um das bewusste Hinschauen und das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz.
Die Ausstellung spannt einen lebendigen Bogen von 1917 bis heute. Denn am Ende geht es nicht um die Landschaft an sich, sondern darum, wie wir sie wahrnehmen und ganz neu für uns entdecken können.
Vernissage: Freitag, 22. Mai, 17 Uhr
Die Ausstellung ist bis 25. Oktober zu sehen. Öffnungszeiten: Mi bis Fr 11 bis 17 Uhr; Sa und So 10 bis 17 Uhr


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden