Die Schülerlotsen sind zurück
VÖCKLABRUCK. „Unsere Schülerlotsen sind zurück“, freut sich die parteiübergreifende Plattform, die von VP-Gemeinderat Martin Brandstötter ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit den Stadträten Stefan Maier (SP) und Stefan Hindinger (Grüne) hat er in einer Facebook-Gruppe über 600 Unterstützer für das sinnvolle Schülerlotsen-Projekt gewonnen. Außerdem haben sich bei einer Unterschriftenaktion rund 160 Personen für die Vöcklabrucker Schülerlotsen ausgesprochen.

„Wir alle sind begeistert vom starken Rückhalt für unser Projekt“, freuen sich Brandstötter, Hindinger und Maier gemeinsam. “Vor allem bedanken wir uns bei den Schülerlotsen. Sie sorgen für die Sicherheit unserer Kinder und zeigen ein tolles Engagement für unsere Gemeinschaft.“ Bürgermeister Herbert Brunsteiner zeigt sich außerdem vom parteiübergreifenden Zusammenhalt der Projektbefürworter beeindruckt: “Dieses Miteinander und der starke Rückhalt sind toll.“
Zuvor hatten die Freiheitlichen argumentiert, dass man für die Tätigkeit als Schülerlotse einen Führerschein haben müsse. Per Erlass sollte das Projekt gestoppt werden. Doch FP-Landesrat Günther Steinkellner verfügt rechtlich gesehen über keine Kompetenz für Gemeindestraßen. Seit heute sind die zehn Asylwerber, die polizeilich zu Schülerlotsen ausgebildet wurden, wieder im Einsatz für Vöcklabruck. Getragen wird das Projekt auch durch einen Mehrheitsbeschluss von VP, SP und Grünen im Vöcklabrucker Stadtrat.
Petra Pamminger hatte folgenden Leserbrief an Tips geschickt:
Wahlkampfthema Schülerlotsen:
Unser Sohn begann in diesem Schuljahr mit der Volksschule. Er legt den Schulweg alleine mit anderen Kinder zu Fuß zurück. Dabei müssen sie eine doch erheblich befahrene Straße in Vöcklabruck überqueren. Seit einigen Tagen führen hier Asylwerber die Schulwegsicherung durch. Wir als Eltern sind froh, dass diese freundlichen Menschen unseren Kindern den Schulweg ein Stück sicherer machen. Diese Personen sind sehr freundlich und hilfsbereit! Daher ist es für uns sehr unverständlich, wenn man jetzt zu hören bekommt, dass dieser Einsatz nun aufgrund eines Schreibens des zuständigen Landesrates vorläufig ausgesetzt wird. Was ist bitte falsch, wenn man freundliche, motivierte und von der Polizei geschulte Asylwerber zur Schulwegsicherung einsetzt? Vielleicht der Status Asylwerber? Schade, das Projekt Asylwerber für die Schulwegsicherung wäre eine enorme Beruhigung für uns Eltern und eine enorme Bereicherung für unsere Kinder gewesen. Ich hoffe, dass es rasch zu einem Umdenken in einer bestimmten politischen Partei kommt. Schulwegsicherung durch Asylwerber darf kein Wahlkampfthema sein, sondern wir sollten es alle als Bereicherung sehen!


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