Dringender Appell, zu Weihnachten keine Tiere zu verschenken
BEZIRK. Dringender Appell an das Christkind: „Bitte sei so gut und bring kein lebendiges Kuscheltier!“ Eine Entscheidung für ein Tier bedeutet, die lebenslange Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen und dieses in die bestehende Familie zu integrieren.

Ein Kätzchen oder ein Hundewelpe unterm Christbaum? Hände weg von solchen Überraschungen, warnt der Tierschutzverein Bezirk Vöcklabruck. „Tiere sind lebendige Geschöpfe mit Gefühlen und Bedürfnissen – keine Plüschtiere!“ Zu ihren vielfältigen Bedürfnissen gehören nicht nur Streicheleinheiten, sondern sehr viel mehr: vom Kratzbaum bis zum Katzenklo, vom Futter über die Streu bis zum Käfig. Katzen müssen laut Gesetz kastriert werden. Und auch sonst wird immer wieder mal ein Tierarztbesuch fällig. Das alles summiert sich. Geht man von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 16 Jahren aus, kostet eine Katze rund 9.000 Euro. Beim Hund – hochgerechnet auf etwa 14 Jahre – kommt man, je nach Größe, auf mindestens 11.000 Euro. Ganz abgesehen vom Zeitaufwand. Wer putzt das Katzenklo oder mistet den Kaninchenstall aus? Und wer geht mit dem Hund spazieren – bei jedem Wetter und ob man jetzt Lust hat oder auch nicht? Lauter Überlegungen, die man vor der Anschaffung eines Tieres anstellen sollte. Denn ist der Hausgenosse erst einmal da, hat man eine Menge Verantwortung übernommen. Viel zu viele Tiere werden landauf, landab ausgesetzt oder ins Tierheim gegeben, nachdem die erste Begeisterung verflogen ist!


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