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BEZIRK VÖCKLABRUCK. In der Broschüre „Kennzahlen, Daten und Fakten“ zieht die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck Bilanz über das abgelaufene Jahr. Auffallend dabei: es gab einen rasanten Anstieg an Verkehrsstrafen.

Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner (l.) mit Johannes Beer, der am 1. Mai seine Nachfolge antreten wird Foto: Ebner

Im Verkehrsrecht mussten 655 Führerscheine, also viel mehr als zuvor, entzogen werden (2018: 603; 2017: 514). Einen noch rasanteren Anstieg gab es jedoch bei den Verkehrsstrafdelikten wie Anonymverfügungen oder Strafverfügungen. Es gab im Vorjahr 146.463 Delikte (2018: 88.310). Dies ist wohl auf die Herabsetzung der Toleranzgrenzen bei Geschwindigkeitsbeschränkungen zurückzuführen.

Die Höhe der Strafgelder 2019 hat mit 7.206.100 Euro dementsprechend auch kräftig angezogen (2018: 5.280.400 Euro). Weil die Herabsetzung von zehn auf fünf km/h als Straftoleranz das Ortsgebiet bzw. Geschwindigkeitsbeschränkungen bis 50 km/h betrifft, ging der Großteil der Strafgelder auch an die Gemeinden (30,8 Prozent bzw. 2.219.700 Euro). 25 Prozent fließen beispielsweise an das Land (für Übertretungen auf Bundes- oder Landesstraßen), lediglich 11,4 Prozent an die Asfinag (Autobahn).

Vielfältige Aufgaben

Das Bürgerservice der Bezirkshauptmannschaft stellte 2019 insgesamt 16.667 Reisedokumente sowie 8.052 Lenkberechtigungen aus und erteilte 1.297 Bewilligungen für Übungs- und Ausbildungsfahrten. Leider wieder angestiegen ist im Sicherheitswesen die Zahl der Wegweisungen/Betretungsverbote nach Gewalt in Familien mit 92 (2018: 83), ebenso wie die Jugendschutzübertretungen mit 22 (2018: 11). 683 Überprüfungen der Waffenverwahrung und Verlässlichkeit der Waffenbesitzer wurden durchgeführt, 428 Waffendokumente ausgestellt.


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