Artenvielfalt: Weyregger will in der Vöckla wieder Steinkrebse ansiedeln
AURACH/WEYREGG/WELS. Schutz und Erhalt der natürlichen Vielfalt sind die Ziele des „Grand Prix der Biodiversität“, den der Naturschutzbund gemeinsam mit dem Klimaschutzministerium ausgeschrieben hat.

Aus 240 Einreichungen wurden 70 Siegerprojekte ausgewählt, darunter auch die Wiederansiedlung von Steinkrebsen im Oberlauf der Vöckla, die die Welserin Pia Teufl und ihr Kollege Samuel Auer aus Weyregg durchführen. Als Preisträger wird ihr Vorhaben mit 5.000 Euro aus dem Biodiversitätsfonds unterstützt.
Steinkrebse höchst gefährdet
Die beiden studieren im letzten Semester „Angewandte Gewässerökologie“ an der BOKU und beschäftigten sich im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit dem oberen Flusslauf der Vöckla. Im Zuge von Kartierungen stellen die beiden fest, dass die Vöckla an ihrem Ursprung sehr gute Bedingungen für den Steinkrebs bietet. „Es gibt nur mehr sehr wenige Steinkrebse und er ist höchst gefährdet“, erklärt Auer. Der „Grand Prix der Biodiversität“ kam da gerade recht. „Er hat uns die Möglichkeit geboten, Aufmerksamkeit auf die Krebse zu lenken“, so der 25-jährige Student. Gemeinsam mit Teufl will er die kleinste heimische Krebsart wieder in der Vöckla ansiedeln.
Ein, zwei Jahre Nachbesetzung
Das Vorhaben wurde beim Land Oberösterreich eingereicht und mit einer Sondergenehmigung vom Naturschutz können die beiden im Sommer ans Werk gehen. „Wir werden 100 Krebse in Aurach am Hongar entnehmen und in den Oberlauf der Vöckla übersiedeln“, so Auer. Dafür werden Teufl und Auer händisch unter den Steinen des Austieglbachs nach den circa acht Zentimeter großen Krebsen suchen und diese entnehmen. „Wir werden noch ein, zwei Jahre nachbesetzen, aber im Idealfall ist die Population in der Vöckla dann selbsterhaltend.“


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