Stützpunkte der Feuerwehren werden mit Drohnen ausgestattet
BEZIRK VÖCKLABRUCK. In Oberösterreich geht die flächendeckende Ausstattung der Feuerwehren mit Drohnen zügig voran. Jeder Bezirk erhält als Grundausstattung eine kleine Drohne. Im Bezirk geht sie an die FF Badstuben in Frankenburg.

„Die Drohne ist gekommen, um zu bleiben – und im Ernstfall zu helfen. Ob nun im Fall eines Waldbrandes, eines Hochwassers oder im unwegsamen Gelände“, so Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landesbranddirektor Robert Mayer. Oberösterreich startet ab sofort mit der Ausstattung der Feuerwehr-Stützpunkte. In Zukunft wird bei herausfordernden Einsätzen standardmäßig Hightech in Form von Drohnen zum Einsatz kommen.
Unterstützung für Einsatzkräfte
„Drohnen bilden eine wesentliche Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden. Dieses zusätzliche ‚Auge am Himmel‘ leistet bei großflächigen Einsatzgebieten und exponierten Lagen nützliche Dienste. Auch bei der Detektion von Wärmequellen, wie bei der Suche nach Glutnestern oder abgängigen Personen, ist der Mehrwert für den Einsatzleiter erheblich“, führt Mayer einige gute Gründe für die gemeinsame Investition des Landes Oberösterreich und des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes in die Drohnentechnologie an. Insgesamt werden 320.000 Euro in die Hand genommen. Langer-Weninger: „Es freut mich, dass die flächendeckende Bestückung der Stützpunkte aktuell erfolgt, sodass bis 2023 jeder Feuerwehr in Oberösterreich, in maximal 30 Minuten Anfahrtszeit, eine Unterstützung durch den ‚Blick von oben‘ zur Verfügung steht.“ Für die Ausbildung kompetenter Drohnenpiloten trägt der Oö. Landes-Feuerwehrverband aktuell Sorge.
Flächendeckende Ausstattung
Bereits seit sieben Jahren erproben der Oö. Landes-Feuerwehrverband (Oö. LFV) und einzelne Feuerwehren den Einsatz von Drohnen. Seit 2019 setzt sich die Abteilung „Technik und Innovation“ intensiv mit dem Thema „Drohnen im Feuerwehreinsatz“ auseinander. „Bundesweit gilt Oberösterreich als einer der Vorreiter im Einsatz von Feuerwehrdrohnen. Indem wir als erstes Bundesland noch heuer eine flächendeckende Ausstattung mit dieser Technologie zur Umsetzung bringen, untermauern wir diese Stellung“, freut sich Langer-Weninger.
Jeder Bezirk erhält als Grundausstattung eine kleine Drohne. Im Fall ausgedehnter Einsatzgebiete, der Gefahr von größeren Waldbränden im steilen Gelände oder der Wahrscheinlichkeit für schwere Hochwässer erfolgt das Upgrade auf die große Ausführung. Dabei wurde auch darauf geachtet, in jeder Region eine große Drohne zu stationieren (die nächsten sind im Bezirk Braunau und Gmunden).


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden