Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

VÖCKLABRUCK. Peter Schobesberger hat nach seinem Studium und vor seinem Bürgermeisteramt bei der RAG und in der Lenzing AG gearbeitet. Er ist ein Experte in Energiefragen und ein Visionär in Sachen Energie der Zukunft.

Vertreter des Ager Forums, eines Zusammenschlusses von SPÖ-Vertretern (Peter Schobesberger, 3. v. l.), beim Wasserstoffspeicher Pilsbach (Foto: Erich Steinwendner)

Energie ist derzeit in aller Munde, vor allem wegen der steigenden Preise. Um von Importen, beispielsweise von russischem Gas wegzukommen, wird man zunehmend auf grüne Energie setzen müssen. Die erste Quelle zur Stromerzeugung mit der höchsten Wachstumsrate ist die Photovoltaik und bei der Wärmeenergie geht sehr viel in Richtung Wärmepumpen, die auch mit Strom betrieben werden, aber hocheffizient die natürliche Wärmeenergie der Umgebung (Luft, Wasser, Erde) nützen.

Stromspeicherung ist einer der Knackpunkte

Gerade im Winter, wenn der höchste Energiebedarf besteht, erzeugen Photovoltaikanlagen über das Jahr gesehen den wenigsten Strom, im Sommer den meisten. Wie nun „die Sonne in den Winter bringen?“ Bürgermeister Peter Schobesberger: „Derzeit ist es so, dass russisches Erdgas, das in unterirdischen Speicherstätten lagert, im Winter rausgeholt und verstromt, beziehungsweise zur Wärmegewinnung herangezogen wird.“ Will man weg von diesem fossilen Energieträger, muss man auf Wasserstoff setzen. „Die Idee dahinter ist, dass man den sommerlichen Stromüberschuss aus Photovoltaik dazu nutzt, um mittels Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen. Diesen Wasserstoff kann man ebenso in den riesigen unterirdischen Speichern einlagern wie Gas. Hat man im Winter Energiebedarf, wird der Wasserstoff mittels Brennstoffzellen in Strom verwandelt. Es entsteht bei diesem Prozess auch Abwärme und die kann man wieder im Fernwärmenetz nutzen.“

„Größte erneuerbare Batterie Europas“

Die Region ist prädestiniert für die Umsetzung eines solchen Projekts. Es gibt Speicherstätten in riesigem Ausmaß, es gibt ein bestehendes Fernwärmenetz, es gibt mit Timelkam einen Kraftwerksstandort und es gibt mit der Lenzing AG einen Industriebetrieb, den man in dieses Projekt mit einbinden könnte. Die RAG forscht übrigens bereits in Richtung „Wasserstoff“ und hat in Pilsbach die Pilotanlage „Sonnenspeicher Lehen“ errichtet. Eine Frage wird sein, wie man die bestehenden Gasleitungen auch für die Durchleitung von Wasserstoff nutzen kann. „Wenn, dann muss ein solches zukunftsträchtiges und nachhaltiges Energiekonzept bei uns in der Region passieren. Wir bieten alle Voraussetzungen dafür. Mit einem solchen Projekt kann man Erfahrungen gewinnen. Tausende Haushalte im Bezirk könnten dann auf erneuerbare Energie umgestellt werden, ohne dass die Besitzer etwas dazu tun müssen“, betont Peter Schobesberger. Auch die HTL Vöcklabruck, deren Absolvent Peter Schobesberger ist, ist bereit, mitzuwirken und sich einzubringen


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden