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OBERHOFEN. Gärtnermeister Reinhard Sperr zog mit seinem Betrieb in ein neues Firmengebäude um. Bis dahin hatte das siebenköpfige Team von Sperrs Bauernhof in Oberhofen am Irrsee aus agiert.

Professorin Gerlind Weber, Grüner Gemeindevorstand Oberhofen Reinhard Sperr, Landesrat und Vizeparteichef Grüne Österreich Stefan Kaineder (OÖ), Landesrat Sepp Schwaiger (Salzburg; ÖVP), Bürgermeister von Lengau und Landtagsabgeordneter OÖ außer Dienst Erich Rippl (SPÖ), Bürgermeisterin von Oberhofen Elisabeth Höllwarth-Kaiser (ÖVP), Geschäftsführer Wirtschaftskammer Vöcklabruck Joe Renner (v. l.) (Foto: Johann Müller/Jumbogras & Energiepflanzen GmbH)

Der neue Firmensitz, der mit einem Frühschoppen samt Podiumsdiskussion eröffnet wurde, ist ein Plus-Energie-Haus. Die 50 kWp Photovoltaikanlage am Dach versorgt nicht nur das Gebäude mit Strom und Wärme sowie den elektrischen Fuhrpark des Unternehmens, sondern wird auch Strom in eine geplante Energiegemeinschaft einspeisen.

Das Fundament des auf einer Grundfläche von 350 Quadratmetern errichteten Gebäudes ist betonkernaktiviert. Für Heizung und Kühlung sorgt eine Luftwärmepumpe. Der Lagertrakt besteht komplett aus Holz mit Zellulosedämmung. „Mir ist es einfach wichtig zu zeigen, dass Klimaschutz funktioniert und sich trotz der anfänglichen Mehrkosten rasch amortisiert“, sagt Bauherr Reinhard Sperr. Insgesamt hat er bisher 1,2 Millionen Euro ins neue Firmengebäude investiert.

Bei der Podiumsdiskussion am Eröffnungstag sprachen unter anderem die beiden Landesräte Stefan Kaineder (OÖ) und Josef Schwaiger (Salzburg) über Flächenverbrauch. Sperr erklärte, wie er seine Firmenfläche verantwortungsvoll nützt und nicht einfach versiegelt.

Sperr machte sich vor über 20 Jahren als Gärtnermeister mit der Idee, keine Glashäuser zu betreiben, sondern Gärten von Familienhäusern zu gestalten und zu pflegen, selbständig. Die Pflanzen, Erden, das Baumaterial und den organischen Dünger kaufte der Service Gärtner regional zu. 2008 startete Sperr den ersten Webshop seiner Branche in Österreich. Mittlerweile verkauft er dort, aber auch über Amazon, Ebay, Willhaben und ähnliche Plattformen, Elefantengräser und Tierstreu für rund 600.000 Euro im Jahr. Insgesamt hat der inzwischen unter Jumbogras & Energiepflanzen GmbH firmierende Betrieb im Vorjahr fast eine Million Euro umgesetzt.

Der Klimaaktivbetrieb, der gemeinwohlökonomisch bilanziert, ist für seine Vorreiterrolle vielfach ausgezeichnet worden, darunter mit Preisen für Soziale Verantwortung und Lehrlingsausbildung.


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