Musikerin dirigiert mit Leidenschaft den Vereinsnachwuchs im Jugendblasorchester
GAMPERN. Viktoria Röthleitner ist seit mehr als acht Jahren mit ihrem Tenorhorn Teil des Blasmusikvereins in Gampern. Derzeit ist sie aufgrund ihres Amts als Jugendreferent-Stellvertreterin auch als Dirigentin für das Jugendblasorchester tätig. ¶

Tips: Wie sind Sie zur Blasmusik gekommen?
Röthleitner: Bevor ich dem Musikverein Gampern beigetreten bin, habe ich bereits einige Jahre Tenorhorn gespielt. Nach der Absolvierung des Bronzenen Leistungsabzeichens bin ich dann zum Verein gegangen. Zu Beginn habe ich Zeit zum Schnuppern und um mich einzuleben gehabt. Schon bald bin ich aber zu einem vollständigen Mitglied geworden.
Tips: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie in der Jugendblasmusik tätig sind?
Röthleitner: Alle drei Jahre werden von den Vereinsmitgliedern Personen in Ämter gewählt. Die Aufgabe des Jugendreferenten ist es beispielsweise, Ausflüge für die Jungmusiker zu organisieren und diese auch zu dirigieren. Mit meiner Kollegin bin ich daher nun auch für das Dirigieren verantwortlich. Als ich zur Jugendreferent-Stellvertreterin gewählt worden bin, habe ich für diese Tätigkeit einen Dirigierkurs begonnen. Derzeit sind wir bemüht, einen neuen Dirigenten zu finden, der sich auch um Organisatorisches kümmert.
Tips: Warum machen Sie den Kurs?
Röthleitner: Der Kurs dauert vier Jahre. Nach erfolgreicher Absolvierung darf man auch eine Blasmusikkapelle leiten. Für das Jugendorchester ist er nicht verpflichtend, die erlernten Kenntnisse sind aber immer von Vorteil. Aufgrund meines Studiums an der Fachhochschule pausiere ich diesen jedoch derzeit.
Tips: Wie genau sehen Ihre Aufgaben als Dirigentin aus?
Röthleitner: Man ist für die Auswahl der Lieder zuständig. Diese sollen für die Jungmusiker spielbar und nicht zu anstrengend sein. Die Stücke werden dann in wöchentlichen Proben eingeübt, mit dem Ziel, sie bei einem Konzert aufzuführen. Die Proben sind auch dafür da, ein Gefühl für das gemeinsame Musizieren zu entwickeln.
Tips: Wie viel Zeit nimmt das alles in Anspruch? Sind Sie viel unterwegs?
Röthleitner: Unter normalen Umständen übt man jede Woche in etwa 1,5 Stunden gemeinsam. Wenn ein Konzert oder Ähnliches ansteht, gibt es aber auch die Möglichkeit, noch Extraproben zu vereinbaren, um die Lieder besser zu festigen. Inklusive der Vorbereitungen komme ich auf circa drei Stunden pro Woche.
Tips: Was macht die Jugendarbeit in der Blasmusik so wichtig?
Röthleitner: Die Jugendarbeit ist deshalb so relevant, da durch diese das Fortbestehen der Blasmusikkapelle gesichert ist. Durch die jungen, motivierten Musiker verändert sich auch die Dynamik im Verein. Sie bringen immer wieder neue Ideen ein.
Tips: Gibt es Momente, die Ihnen von der Arbeit bei der Jugendblasmusik besonders in Erinnerung geblieben sind?
Röthleitner: Besonders toll war letztes Jahr die Jugendmarschwertung, bei der das Jugendblasorchester Gampern gemeinsam mit dem Jugendblasorchester Neukirchen zusammengearbeitet hat, um eine tolle Show hinzulegen, für die wir auch eine gute Bewertung erhalten haben. Generell sind alle gemeinsamen Konzerte und Ausflüge toll. Dabei kommt die Gemeinschaft besonders zum Vorschein und man wird für all das, was man über eine lange Zeit erarbeitet hat, belohnt.


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