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VÖCKLABRUCK. Ein neues Start-Up Unternehmen aus Vöcklabruck will Seilbahnen zu Kraftwerke aufrüsten. Dafür werden Turbinen mit den Seilen gekoppelt.

Die Turbinen können auf den Seilen aufgefädelt werden. (Foto: BergWind Seilbahnkraftwerke)
Die Turbinen können auf den Seilen aufgefädelt werden. (Foto: BergWind Seilbahnkraftwerke)

Das Ziel des Unternehmens ist die Entwicklung von modularen Windturbinen, die an Skilift- und Seilbahnseilen angebracht werden können, um nachhaltigen Strom zu erzeugen. Dies erhöhe die Wirtschaftlichkeit der Skilifte und Seilbahnen, da diese nur circa 20 Prozent des Jahres betrieben werden. Skilift- und Seilbahnbetreiber würden unter Druck geraten, da der Energieaufwand für die Beschneiung der Skigebiete immer höher werde. Gleichzeitig steigen die Energiepreise und die Wirtschaftlichkeit der Skilifte und Seilbahnen sinke.

„Seilbahnen werden teilweise nur 20 Prozent des Jahres genutzt, aber müssen ganzjährig gewartet werden. Gleichzeitig stockt der Ausbau von Windrädern, weil sich Anrainer oft gegen deren Errichtung stellen. Photovoltaik-Module benötigen viel Fläche und führen speziell bei Freilandanlagen zur Bodenversiegelung, was zu Hochwasser und Überflutungen führen kann. Mit unseren „BergWind“-Turbinen kann die Wirtschaftlichkeit von Skiliften und Seilbahnen erhöht werden, indem modulare Windturbinen an das Seilbahnseil gekoppelt werden, um nachhaltigen Strom zu erzeugen, der dann entweder für die Beschneiungsanlagen genutzt oder ins Netz gespeist werden kann,“ so Ibrahim Sagerer-Foric von „BergWind Seilbahnkraftwerke“.

Seilbahngondeln können automatisch vom Seil abgekoppelt und in einer Halle neben der Station eingeparkt werden. Das zum Patent angemeldete Verfahren sieht vor, dass anstatt der Gondeln Energiemodule auf das Seil gekoppelt und bis zur Bergstation aufgefädelt werden. Das Förderseil wird dann abgestellt und die Seilbahn befindet sich dann im Kraftwerksbetrieb. Beim Aufstellen herkömmlicher Windräder im Bergland sei der bauliche Aufwand enorm. Der Bau des Fundamentes und die Aufstellung und Wartung der Windturbine könne nur mit Kränen erfolgen und für den Transport der Baustoffe und die Installation des Stromkabels würden teilweise sogar ein Hubschraubertransport benötigt werden. Im Gegensatz dazu könne eine „BergWind“-Turbine wie eine Gondel bei der Talstation einfach angekoppelt und mittels Seilbahnseil auf die notwendige Höhe gebracht werden.


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