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SCHÖRFLING/A. Das zentrale Thema in Schörfling ist die Nutzung des ehemaligen Raika-Gebäudes im Ortszentrum. Im großen Bürgerbeteiligungsprozess Agenda Zukunft steht das in Gemeindebesitz befindliche Gebäude im Fokus. In diesem Prozess werden von Bevölkerung und Politik gemeinsam die wichtigen Zukunftsthemen für Schörfling identifiziert, Ziele für die Entwicklung von Schörfling definiert und Projekte ins Laufen gebracht.

Die Frage, wie es mit dem ehemaligen Raika-Gebäude in Schörfling weitergehen soll, beschäftigt Bevölkerung und Politik. (Foto: Mac)

Sehr zufrieden zeigt sich Bürgermeister Gerhard Gründl über die hohe Rücklaufquote eines von der Gemeinde erstellten Fragebogens zur Ortsentwicklung. Immerhin 375 Stück wurden ausgefüllt abgegeben, was mehr als zehn Prozent der Bevölkerung entspricht. Tenor beim ehemaligen Raika-Gebäude ist eine öffentliche Nutzung. In einem multifunktionalen Gemeindezentrum für Generationen sollten künftig Räume für die Jugend, die Senioren, eine Bücherei und im Obergeschoss für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. 90 Prozent der Vorstellungen gehen in diese Richtung. Am 8. Mai ist beim Agenda Prozess eine Zukunftswerkstatt geplant. Dann sollen die Ideensuche weitergehen, Umsetzungsfragen verfeinert und Zeitpläne festgelegt werden.

Gute und vernünftige Gespräche auf Augenhöhe gibt es zwischen Politik und ÖBB zur Entwicklung des alten Bahnhofareals. Die Gemeinde hat es in der Hand mit der Widmung festzulegen, was hier kommen soll und kann. Im Strategieplan ist eine touristische Nutzung vorgesehen. „Es soll zeitnah etwas passieren“, so Bürgermeister Gründl.

Sanierungen und Adaptierungen stehen bei der Volksschule an. Man will hier in das Förderprogramm „Mustersanierung“. Bei der Krabbelstube ist geplant, ab Jänner 2024 eine dritte Gruppe zu führen. Die Krabbelstube ist eine wichtige Einrichtung gerade für eine Wachstumsgemeinde wie Schörfling. Viele Wohnbauten sind in den nächsten zwei bis vier Jahren geplant, wie etwa das Bauvorhaben Kaiserblick III mit 18 Wohneinheiten oder ein Projekt mit einem Anteil von günstigen Eigentumswohnungen zum Entstehungspreis und mit Zuweisungsrecht der Marktgemeinde auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Irran.

Zusammenhängend mit der Wohnbebauung kommt auch dem Verkehrsplan von Schörfling eine gesteigerte Bedeutung zu. Die Gemeinde beschäftigen folgende Fragen: Was bedeuten die neuen Wohnprojekte für den Verkehr? Wo gibt es neuralgische Punkte? Wo ist punktuell eine Verkehrsberuhigung möglich? Für Autofahrer noch sichtbarer soll jedenfalls die Begegnungszone im Ortszentrum gemacht werden.

In Schörfling gibt es Interessenten für ein Nahwärmeprojekt. Die Gemeinde will jedenfalls weg vom Gas. Alle öffentlichen Gebäude der Marktgemeinde sollen zudem mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. 2023 sind die Mittelschule und eine Freifläche beim Pumpenhaus im Quellareal an der Steinbachstraße an der Reihe.

In den Jahren 2023 bis 2025 investiert die Marktgemeinde 850.000 Euro in die Kanalsanierung, die bis 2028 abgeschlossen sein soll. Schörfling hatte schon sehr früh ein Kanalsystem, daher muss man da jetzt dran bleiben. In die Straßensanierung und den teilweisen Neubau fließen noch einmal 440.000 Euro. 2024 wird der Gmundnerberg saniert.


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