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Sabrina Sturm ist zur Stelle, wenn Menschen ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können

Thomas Leitner, 16.11.2023 08:45

REGAU/BEZIRK. 365 Tage im Jahr sind die Mitarbeiter der Mobilen Pflege im OÖ. Roten Kreuz im Einsatz. Eine von ihnen ist Sabrina Sturm aus Wankham bei Regau. Seit 2014 betreut sie Menschen, die alleine ihren Alltag nicht mehr bewältigen können.

Sabrina Sturm ist seit 2014 in der Mobilen Pflege und Betreuung im OÖ. Roten Kreuz tätig. (Foto: OÖRK/Vöcklabruck/MPB)

„Die Menschlichkeit macht es aus. Ich mache meinen Job gerne und freue mich über das Vertrauen, dass mir Klienten und Angehörige entgegenbringen. Ihre Dankbarkeit berührt mich und meine Tätigkeit empfinde ich als sinnstiftend“, sagt Sabrina Sturm. Sabrina arbeitet gerne in der Mobilen Pflege des OÖ. Roten Kreuzes. Duschen und Körperpflege, Verbände wechseln, Wunden versorgen und viele weitere Pflege-Tätigkeiten gehören zu ihrem Alltag. Würde, Respekt, Ausdauer, Herz, Zeit, Vertrauen und Menschlichkeit spielen dabei eine große Rolle. „Ich schätze die Abwechslung, das Arbeiten im Team und die große Flexibilität, die mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gut ermöglicht“, sagt Sturm.

Ein Blick in die Zukunft durch Bezirksgeschäftsleiter Gerald Schuster macht nachdenklich: „Statistiken belegen, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Oberösterreich von derzeit rund 80.000 bis 2040 auf knapp 126.000 steigen wird. Damit steigt auch der Bedarf an Pflegepersonal. Erste Auswirkungen spüren wir schon jetzt. Einer Umfrage zufolge blicken rund 50 Prozent der Österreicher mit Sorge auf die Zukunft der Pflege – besonders Menschen mit geringem Einkommen.“

Mehr Anerkennung für Pflegeberufe und Chancengerechtigkeit im Gesundheitssystem

„Wir müssen dringend gegensteuern! Einerseits braucht es chancengerechte Zugänge zu unserem Gesundheitssystem, wie den Abbau geografischer Hürden und Sprachbarrieren. Andererseits müssen wir die Wertschätzung für die Pflegeberufe weiter stärken sowie unseren bestehenden Kolleginnen und Kollegen ein optimales Arbeitsumfeld bieten“, so Alexander Weintoegl, Leiter der Mobilen Pflege und Betreuung im Bezirk Vöcklabruck.

Menschlichkeit zum Beruf machen

Derzeit sucht das OÖ. Rote Kreuz landesweit 100 Mobile Pflegekräfte. Rund 2.000 Mitarbeiter im OÖ. Roten Kreuz machen ihre Menschlichkeit zum Beruf und sind in der Mobilen Pflege, als Rettungssanitäter, in den Sozialen Diensten, im Blutspendedienst, der Verwaltung sowie in IT-Berufen tätig. Internen Befragungen zufolge finden sie ein motivierendes Umfeld und erleben ihre Tätigkeit als sinnstiftend und krisensicher.

Menschlichkeit steht an oberster Stelle. Damit liegt das OÖ. Rote Kreuz im Trend. Aktuellen Studien zufolge tritt die Sinnfrage bei der Berufswahl immer mehr in den Vordergrund. Zudem wirkt sich ein Job mit Sinn auch positiv auf die Gesundheit aus.


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