77 Seen im Salzkammergut entdeckt: Das Abenteuer liegt vor der Haustür
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Michael Forstinger aus Seewalchen hat im vergangenen Jahr alle 77 Seen des Salzkammergutes mit seinem Hund Ramses besucht. Die Fotos, die dabei entstanden sind, können am Samstag, 27. Jänner, im OKH Vöcklabruck bestaunt werden.

Der gebürtige Gmundner Michael Forstinger lebt in Seewalchen und ist beruflich als Brand Manager für Nox Cycles tätig. Im vergangenen Jahr hat es sich der 44-Jährige zum Ziel gemacht, alle 77 Seen des Salzkammerguts zu erkunden und diese in atemberaubenden Bildern fotografisch festzuhalten. Immer mit dabei war sein treuer Begleiter, Hund Ramses.
„Die Idee ist mir während eines Berichts auf Ö1 vor zwei Jahren gekommen. Es ist dabei um das Salzkammergut bzw. über einen österreichischen Kameramann, der die Welt per Flugzeug filmt, gekommen. Da wurde auch die große Anzahl an Seen in der Region erwähnt“, blickt Forstinger zurück.
Auch daheim gibt es viel zu entdecken
Die Inspiration für sein eigenes Projekt bestand dann letztendlich aus einer Kombination von Faktoren. Zum einen war es die Coronazeit und die damit einhergehende Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Forstinger wurde damals klar: „Ich kann und muss eigentlich nirgends hin bzw. weiter weg, weil das Abenteuer liegt ja vor der Haustüre.“ Hinzu kam das Privileg, in so einer schönen und vielfältigen Region leben zu dürfen und dies über sein Projekt auch entsprechend zu dokumentieren. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt war die Abwechslung „Man tendiert meist ja doch immer wieder dazu, bereits bekannte Plätze zu besuchen“, erzählt Forstinger, „durch das Projekt hatte ich jede Woche ein neues Ziel und ein neues Abenteuer vor Augen.“ Natürlich genießt es der Seewalchner auch eine abwechslungsreiche und gute Zeit gemeinsame mit seinem Hund Ramses, einem dreijährigen Toy Australian Sheppard, zu verbringen.
Seen als großes Ganzes
„Im Grunde war jeder See ein schöner / besonderer Moment. Im Zuge des Projekts sieht man die Seen mit anderen Augen – als größeres Ganzes – nicht nur auf das Salzkammergut bezogen, sondern auch hinsichtlich des Wertes von Wasser in einer Zeit wie heute“ erklärt Forstinger und denkt dabei an die globale Erwärmung, den Wassermangel in vielen Regionen der Welt und Ähnliches.
Spannende Situationen als Team gemeistert
„Wir waren oft zu sehr früh oder spät abends unterwegs, oder auch bei widrigen Wetterverhältnissen – ein gutes Foto verlangt schon einige Opfer ab“, berichtet Forstinger. Dabei ist es das eine oder andere Mal auch zu heiklen Situationen gekommen, die aber im Team Mensch-Hund gut gelöst werden konnten. „Wenn man sich zum Beispiel bei Nebel auf einem inoffiziellen Weg, der nur durch „Stoamandl“ gekennzeichnet ist, am Dachsteinplateau quasi im Nirgendwo befindet, und weder vor- und zurück weiß – da kommt man schon mal ins Schwitzen. Aber mit der Spürnase von Ramses und meinen Navigationsfähigkeiten im Gebirge konnten wir auch Situation wie diese meistern“, resümiert Forstinger.
Tipps für Wanderungen und Foto-Ausstellung
Seine Top-Tipps für Wanderungen sind eine sorgfältige Tourenplanung vorab, GPS-Navigation und auch stets eine klassische Wanderkarte mitzuführen. Seine Fotos, die bei seinen Abenteuern entstanden sind, stellt Forstinger am Samstag, 27. Jänner, ab 18 Uhr aus. Eintritt frei.


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