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SALZKAMMERGUT. Auch der Jänner war im langjährigen Durchschnitt (1991 bis 2020) deutlich zu warm. Der Monat war geprägt von überwiegend hochdruckbestimmtem Wetter, was zu wenig Niederschlag führte und den Jänner insgesamt zu trocken machte.

Meteorologe Christian Brandstätter (Foto: METEO-data/Brandstätter)
Meteorologe Christian Brandstätter (Foto: METEO-data/Brandstätter)

Laut der Wetterübersicht von METEO-data (Meteorologe Christian Brandstätter) war das Wetter im Salzkammergut im Jänner überwiegend von längerem Hochdruck geprägt. Tiefdruckgebiete aus dem Atlantik erreichten meist nicht Mitteleuropa und konnten die stabile Wetterlage nicht durchbrechen. Das führte zu häufigem Nebel oder Hochnebel, aber auch zu sonnigen Abschnitten.

Einzig am 9. Januar, sowie in der Nacht zum 10. Januar, brachte ein Tief stürmische Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 75 km/h. So wurden in Altmünster 72 km/h, in Mondsee und Vöcklabruck 69 km/h gemessen. Auch am 28. Januar gab es stürmische Böen bis 65 km/h.

Durch die „kalte“ Hochdrucklage wurden einige Eistage verzeichnet, an denen die Temperaturen tagsüber die Nullgradmarke nicht überschritten. In Seewalchen gab es insgesamt acht solcher Tage, mit der tiefsten Temperatur am 14. Januar bei -7°C. Eine starke Einwinterung mit extremen Nachtfrösten blieb jedoch aus, was sich auch in den Schneehöhen und Niederschlagsmengen widerspiegelte. Im Flachland war der Schnee meist nur stellenweise präsent, mit maximal 3 cm Höhe.

Die Niederschläge fielen insgesamt sehr gering aus und lagen in Seewalchen bei weniger als der Hälfte des langjährigen Durchschnitts. Die größte Tagesmenge wurde bereits am 5. Januar mit 10,2 mm gemessen, gefolgt von 9 mm in Altmünster am 9. Januar. In Bad Ischl wurden am 7. Januar knapp 8 mm gemessen, in St. Wolfgang am gleichen Tag fast 9 mm.

Ausblick auf Februar

Der Februar kann von Vorfrühling bis harten Winter alles bieten. Aufgrund des Klimawandels wird auch dieser Februar voraussichtlich zu warm ausfallen. Die langjährige Wetterstatistik für den Februar zeigt einen Durchschnitt von 0,6 Grad Celsius. Im Jahr 2024 lag der Mittelwert jedoch bei außergewöhnlich milden 6,5 Grad. Statistisch gesehen sind etwa sechs Eistage zu erwarten. Der bisher wärmste Februartag wurde 2017 mit 20,8 Grad Celsius verzeichnet.


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