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Einsatz-Rekord im Salzkammergut: Warum die Bergretter 2025 so oft wie nie ausrückten

Thomas Leitner, 10.02.2026 10:56

SALZKAMMERGUT. 350 Einsätze im Bezirk Gmunden, weitere Alarmierungen im Mondseeland und am Attersee: Die Bergrettung im Salzkammergut war 2025 massiv gefordert.

Bergrettung rückte im Vorjahr über 10.000 Mal zu Einsätzen aus (Foto: ÖBRD)
Bergrettung rückte im Vorjahr über 10.000 Mal zu Einsätzen aus (Foto: ÖBRD)

Der anhaltende Bergsportboom spiegelt sich nicht nur regional, sondern auch österreichweit wider. Der Österreichischer Bergrettungsdienst rückte im Jahr 2025 insgesamt 10.912-mal aus – so oft wie noch nie zuvor. Auch Oberösterreich und insbesondere das Salzkammergut tragen einen wesentlichen Teil zu dieser Rekordbilanz bei.

Schwerpunkt Salzkammergut

Im Bezirk Gmunden verzeichnete die Bergrettung 2025 insgesamt 350 Einsätze. 391 Personen wurden geborgen, neun davon konnten nur noch tot geborgen werden. Auch in den angrenzenden Regionen zeigt sich die hohe Einsatzdichte: Die Ortsstelle Steinbach/Weyregg rückte 14-mal aus und rettete 15 Personen, im Mondseeland kam es zu 23 Einsätzen mit 25 geborgenen Menschen. Damit zählt das Salzkammergut zu den einsatzintensivsten Regionen Oberösterreichs.

Viele Notfälle bei Alltagstouren

Auffällig ist, dass der Großteil der Einsätze nicht auf Extremsport zurückzuführen ist. Häufige Auslöser sind Wanderungen oder Skitage auf der Piste, bei denen Gefahren unterschätzt werden. Orientierungslosigkeit, Erschöpfung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr oder falsche Selbsteinschätzung führen immer wieder zu alpinen Notlagen.

Hitze als zunehmendes Risiko

Zunehmend wirkt sich auch Hitze auf das Unfallgeschehen aus. Bereits Ende Mai führten sommerliche Temperaturen an einem verlängerten Wochenende zu zahlreichen Einsätzen. Kreislaufprobleme, Panikreaktionen und Stürze traten gehäuft auf. Besonders der August mit einer hohen Einsatzfrequenz zeigte, wie rasch Belastung und Risiko steigen können – auch im Salzkammergut.

Ehrenamtliche stark gefordert

Die steigenden Zahlen bedeuten eine enorme Belastung für die Einsatzkräfte. In Oberösterreich stehen 883 freiwillige Bergretter bereit, die vielfach mehrmals täglich ausrücken – oft neben Beruf und Familie.

Die Bilanz 2025 macht deutlich: Gute Tourenplanung, realistisches Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und ein frühzeitiges Reagieren auf Gefahren sind entscheidend, um die Zahl der Einsätze im Salzkammergut langfristig zu reduzieren.


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