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Franziskanerinnen Vöcklabruck holen Herzensprojekte vor den Vorhang

Wolfgang Macherhammer, 23.03.2026 09:24

VÖCKLABRUCK. In einer Zeit, die von Unsicherheit und globalen Herausforderungengeprägt ist, braucht es Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen undhandeln. Genau diese Menschen standen im Mittelpunkt der Initiative „MeinHerzensprojekt“ der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Ziel war es, besonderesEngagement der Mitarbeitenden in den Betrieben und Einrichtungen derOrdensgemeinschaft sichtbar zu machen und zu würdigen. 

Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer gratuliert den Vertretern der drei nominierten Herzensprojekte. (Foto: Magdalena Wilhelm)

Insgesamt zwölf Projekte aus den Bildungseinrichtungen und Betrieben der Franziskanerinnen von Vöcklabruck wurden eingereicht und von einer Jurybewertet. Drei ausgewählte Projekte präsentierten sich im Rahmen einesFührungskräfte-Meetings. Die Reihung erfolgte schließlich durch ein Live-Voting.

Der erste Platz ging an die „Lesepeers“ des Franziskusgymnasiums Wels in Zusammenarbeit mit dem OÖ Jugendrotkreuz und der Schulsozialarbeit Wels. Schüler der 4. Klassen unterstützen jüngere Kinder beim Lesenlernen. In regelmäßigen Treffen wird gemeinsam gelesen, geübt und spielerisch an der Lesekompetenz gearbeitet mit dem Ziel, Bildungsungleichheiten zu verringern und die Freude am Lesen zu stärken. Gleichzeitig fördert das Projekt soziale Verantwortung und die persönliche Entwicklung der Jugendlichen.

Den zweiten Platz belegte „Heiliges Herz hilft“. Was als Hilfsaufruf im persönlichen Umfeld von Pavo Jurisic, Hausmeister und Brandschutzbeauftragter in der Brucknerschule in Linz, begann, entwickelte sich rasch zu einer grenzüberschreitenden Initiative. Aus ersten Sammelaktionen wurden regelmäßige Hilfstransporte, aus einzelnen Unterstützerinnen und Unterstützern ein starkes Netzwerk. Die Hilfe endet nicht beim Transport, sondern zeigt sich auch in der direkten Begegnung – etwa beim gemeinsamen Kochen und Austeilen von Mahlzeiten für Bedürftige.

„Kreativität trifft Nächstenliebe“ kam auf den dritten Platz.  Durch den Verkauf handgefertigter Kunstwerke aus nachhaltigen Materialien sammelt Roswitha Siglhuber-Grösslinger vom FraDomo in Maria Schmolln seit vielen Jahren Spenden für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Was als Einzelinitiative begann, ist zu einem gemeinschaftlichen Engagement gewachsen, das verbindet und unmittelbar wirkt.

So unterschiedlich die Projekte sind, verbindet sie eines: Sie zeigen, was möglich ist, wennMenschen mit Überzeugung handeln. Sie stehen für Mitgefühl, Verantwortung und dieBereitschaft, sich für andere einzusetzen. „Es sind genau diese Menschen, deren Beispiel stärkt – und die zeigen, dass auch kleine Initiativen Großes bewirken können“, betontGeneraloberin Sr. Angelika Garstenauer.


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