VÖCKLABRUCK. Bei der Bezirkssporthalle wurde vor rund 250 Gästen die neue Stele für das KZ-Nebenlager Wagrain enthüllt.

Die Errichtung wurde vom Mauthausen Komitee Vöcklabruck und der KZ-Gedenkstätte Mauthausen initiiert. Unterstützung kam von der Stadtgemeinde Vöcklabruck sowie Bürgermeister Peter Schobesberger. Die Feier wurde von Schülern der Don-Bosco-Schulen gestaltet.
Das Projekt der Stelen für die über 40 Außenlager des KZ Mauthausen wurde 2022 ins Leben gerufen. Ziel ist es, bei jedem dieser Standorte eine Stele zu errichten. Die auf ein Rohr gefädelten Betonpfeile werden unter Angabe der genauen Entfernung zum jeweiligen Außenlager exakt in Himmelsrichtung ausgerichtet. Ein roter Stein weist jeweils in Richtung des Hauptlagers in Mauthausen. Mit den Markierungen soll auf das weitverzweigte Netzwerk des Lagers Mauthausen hingewiesen werden.
Zahlreiche Ehrengäste nahmen an der Feier teil. Landeshauptmann Thomas Stelzer, Bürgermeister Peter Schobesberger sowie die Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen hielten Ansprachen. Musikalische Beiträge kamen von Schülern der Don-Bosco-Schulen.
Bürgermeister Peter Schobesberger erinnerte in seiner Rede an die Bedeutung von Demokratie und Freiheit und daran, welche Folgen Faschismus und Nationalsozialismus haben können. Für das Mauthausen Komitee Vöcklabruck sprach Hanna Bauer. Sie ging der Frage nach, wer die Täter waren: „Sie kamen aus der Mitte der Gesellschaft. Sie waren geblendet von Hass und Vorurteilen und wurden so zu Mördern. Das darf nie wieder geschehen.“
Informationen zum Lager Wagrain und zu den anderen Nebenlagern im Bezirk Vöcklabruck sind auf der Homepage des Mauthausen Komitees Vöcklabruck unter www.mkoe-voecklabruck.at abrufbar.


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