Gefahr für Seen im Salzkammergut: Quagga-Muschel bleibt auf Vormarsch
SALZKAMMERGUT. Die invasive Quagga-Muschel breitet sich in Europa weiter aus. In Oberösterreich bleibt die Lage stabil, doch die Gefahr ist nicht gebannt.

Attersee, Traunsee, Mondsee und die Feldkirchner Badeseen bleiben weiterhin von der invasiven Quagga-Muschel betroffen. Das zeigt das aktuelle Monitoring des Landes Oberösterreich. Gleichzeitig gibt es aber auch eine positive Nachricht: In zahlreichen anderen Seen konnte die Süßwassermuschel erneut nicht nachgewiesen werden.
Vier Seen weiterhin betroffen
Die Quagga-Muschel gilt als eine der größten Herausforderungen für viele europäische Gewässer. In Oberösterreich wurde sie bisher im Attersee, Traunsee, Mondsee sowie in den Feldkirchner Badeseen festgestellt. Das aktuelle Monitoring bestätigt diese Verbreitung, eine weitere Ausbreitung auf zusätzliche Seen konnte bislang nicht festgestellt werden.
Keine Spuren fanden die Experten unter anderem im Hallstätter See, Irrsee, Schwarzensee, Offensee, Almsee, Nussensee, Vorderen Langbathsee, Holzöstersee, Höllerer See oder im Stausee Klaus. Damit bleiben viele beliebte Bade- und Naturseen vorerst verschont.
Wassersport als Risikofaktor
Die Quagga-Muschel stammt ursprünglich aus den Zuflüssen des Schwarzen Meeres und breitet sich seit Jahren in Europa aus. Sie haftet an Bootsrümpfen, Ankern, Tauen oder Tauchausrüstungen und kann dadurch unbemerkt in neue Gewässer gelangen.
Besonders betroffen sind Seen mit intensiver Wassersportnutzung und hohem Bootsverkehr. Die Muschel kann technische Anlagen, Rohre und Filtersysteme besiedeln, heimische Arten verdrängen und das ökologische Gleichgewicht eines Sees verändern.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, appelliert das Land Oberösterreich an Bootsbesitzer, Taucher, Angler und Stand-up-Paddler, ihre Ausrüstung nach jedem Gewässerwechsel gründlich zu reinigen, zu kontrollieren und vollständig trocknen zu lassen. Schon kleinste Larven können ausreichen, um einen bisher unbelasteten See dauerhaft zu besiedeln.


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