Vöcklabruck spart mit Sonnenstrom bereits mehr als 20.000 Euro
VÖCKLABRUCK. Mehr als 400.000 kWh Sonnenstrom verteilt und über 20.000 Euro gespart: Vöcklabruck zieht eine starke Bilanz seiner Energiegemeinschaft.

Strom vom Schuldach für die Pumpen des Wasser-Hochbehälters: Was ungewöhnlich klingt, ist in Vöcklabruck längst Realität. Seit September 2023 verteilt die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) lokal erzeugten Sonnenstrom dort, wo er gerade gebraucht wird – und spart damit auch Geld.
Mehr als 400.000 kWh Sonnenstrom genutzt
Die Bilanz bis Ende Juni 2026 fällt deutlich aus: Mehr als 400.000 kWh regional erzeugter Sonnenstrom wurden innerhalb der Gemeinschaft verteilt und genutzt. Lediglich rund 16.000 kWh konnten nicht verwertet werden und flossen ins öffentliche Netz.
Auch der Anteil am gesamten Strombedarf der Stadt steigt kräftig. 2024 deckte EEG-Strom rund fünf Prozent ab. Im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits 18 Prozent. Geliefert wird der Sonnenstrom unter anderem von PV-Anlagen auf Schulen, Seniorenheim, Rathaus und Hallenbad.
Mehr als 20.000 Euro Kostenersparnis
Neben dem Klimaschutz macht sich das Modell finanziell bemerkbar. Innerhalb der EEG fallen um 28 Prozent geringere Netzgebühren an. Seit der Gründung brachten höhere Einspeisevergütungen knapp 13.000 Euro und reduzierte Netzgebühren weitere 7.000 Euro Ersparnis. Insgesamt sind es damit bereits mehr als 20.000 Euro.
„Unsere Bemühungen, Bürgerkraftwerke zu errichten und den erzeugten Strom über unsere Energiegemeinschaft direkt vor Ort zu verteilen, zahlen sich gerade jetzt aus“, sagt Vizebürgermeister und EEG-Obmann Stefan Mair. Die Stadt will den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.
Neben der Stadtgemeinde sind die Stadt und Kultur Vöcklabruck GmbH, die REVA GmbH und das OKH beteiligt. Über die Klima- und Energiemodellregion Vöckla-Ager können sich auch Private, Unternehmen und Organisationen über eine Teilnahme an einer Energiegemeinschaft informieren.








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