Neues Hundeverbot am Surferbadeplatz in Schörfling sorgt für Widerstand
SCHÖRFLING. Ein zeitlich begrenztes Hundeverbot am Surferbadeplatz in Kammer sorgt für Ärger. Betroffen ist auch Stefanie Zitzler, die den Seezugang nach eigenen Angaben seit rund 30 Jahren mit ihren Hunden nutzt. Mehr als 300 Unterschriften sollen inzwischen gegen die Regelung gesammelt worden sein.

Für Stefanie Zitzler gehört der Surferbadeplatz seit Jahrzehnten zum Sommer am Attersee. Besonders wichtig ist für sie der kurze Weg vom Parkplatz zum Wasser. Doch seit heuer dürfen Hunde dort zwischen 15. Juni und 31. August jeweils von 9 bis 18 Uhr nicht mehr mitgenommen werden.
Für die 66-Jährige ist das besonders problematisch. Sie verfügt über einen Behindertenausweis und ist aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität auf kurze Wege angewiesen. Vom früheren Bürgermeister habe sie deshalb einen Behindertenparkplatz in der Nähe des Badeplatzes erhalten.
Gemeinde berichtet von massiven Beschwerden
Bürgermeister Gerhard Gründl verweist auf massive Beschwerden anderer Badegäste. Das Thema sei zweimal im Gemeinderat behandelt worden, der Beschluss für die zeitliche Einschränkung sei einstimmig gefallen. Als Kritikpunkte nennt Zitzler nach ihren Gesprächen mit dem Bürgermeister unter anderem hygienische Bedenken sowie Hunde, die sich nach dem Baden in der Nähe anderer Gäste abschütteln.
Ganz ausgesperrt sind Hunde vom Surferbadeplatz allerdings nicht: Vor 9 Uhr und nach 18 Uhr dürfen sie weiterhin mitgenommen werden. Zudem hat die Gemeinde laut Gründl eine größere Fläche im Schlosspark für das Mitführen von Hunden geöffnet und verweist damit auf eine Ausweichmöglichkeit.
Mehr als 300 Unterschriften gegen Verbot
Für Zitzler ist der Konflikt damit nicht gelöst. Die angebotene Alternative sei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität schwerer erreichbar. Sie betont zudem, dass die Hunde am Surferbadeplatz gesichert und angeleint würden und die Besitzer auf Sauberkeit achteten.
Nach Darstellung der langjährigen Badegästin habe es über Jahrzehnte keine nennenswerten Vorfälle gegeben. Gemeinsam mit anderen Hundebesitzern setzt sie sich deshalb für eine Änderung ein. Eine Online-Petition und eine Unterschriftenaktion vor Ort hätten zusammen bereits mehr als 300 Unterstützer gefunden.
Hundebesitzer schlagen eigenen Bereich vor
Als Kompromiss wünschen sich die Betroffenen einen abgegrenzten Bereich am bisherigen Surferbadeplatz, in dem Menschen gemeinsam mit ihren Hunden ans Wasser können. Dass Hunde auf angrenzenden privaten Flächen weiterhin in den See dürfen, macht die Regelung für Zitzler zusätzlich schwer nachvollziehbar.
Die Hundebesitzer hoffen nun, dass die Gemeinde ihre Entscheidung noch einmal überdenkt. Ihr Ziel ist kein uneingeschränkter Zugang zu allen Badeplätzen, sondern eine Lösung für jenen Seezugang, den sie seit Jahrzehnten gemeinsam mit ihren Vierbeinern nutzen.








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