Tipps zur Katastrophenvorbeugung im Bezirk Vöcklabruck
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Stromausfall, Hochwasser oder Cyberangriff können den Alltag innerhalb kurzer Zeit verändern. Zum Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober erklärt Marcel Zeller, Katastrophenhilfsdienst-Kommandant der Rotkreuz-Ortsstelle Seewalchen, warum Vorbereitung bereits im Alltag beginnt.

Der 28-Jährige engagiert sich seit 2015 beim OÖ. Roten Kreuz und beschäftigt sich regelmäßig mit der Frage, wie Einsatzorganisationen auch bei größeren Krisen handlungsfähig bleiben. Dabei setzt er auf die „3K-Regel“: „In der Krise Köpfe kennen.“ Gemeinsame Übungen, Weiterbildungen und persönliche Kontakte seien entscheidend, damit im Ernstfall die Zusammenarbeit funktioniert.
Vier Säulen für den Ernstfall
Für Zeller hängt die persönliche Einsatzfähigkeit im Katastrophenfall von vier Voraussetzungen ab: Kann ich helfen? Kann ich gehen? Darf ich gehen? Und wissen wir, was zu tun ist? „Bevor ich anderen helfen kann, muss ich sicherstellen, dass ich selbst einsatzfähig bin“, sagt Zeller.
Ebenso wichtig ist der Rückhalt zu Hause. Zeller hat deshalb mit seiner Familie einen gemeinsamen Treffpunkt für den Ernstfall vereinbart. Dort sollen ausreichend Vorräte für zwei bis drei Tage vorhanden sein.
Auch der Arbeitgeber spielt eine wichtige Rolle. Zellers Arbeitgeber in Schörfling am Attersee weiß, dass er im Katastrophenfall als freiwillige Einsatzkraft benötigt werden kann.
Ebenso müssen innerhalb der Einsatzorganisation Zuständigkeiten und Kommunikationswege vorab geklärt und geübt sein.
Für Krisen vorsorgen
Das Rote Kreuz empfiehlt auch der Bevölkerung, für Krisen vorzusorgen. Dazu gehören ausreichend Trinkwasser und haltbare Lebensmittel, notwendige Medikamente, eine Hausapotheke, wichtige Dokumente, Taschenlampen und warme Kleidung. Zudem sollte innerhalb der Familie geklärt sein, wo man sich trifft, wenn Telefon und Internet ausfallen.
„Vorbereitung bedeutet nicht, mit Sorge auf die nächste Krise zu warten. Sie gibt Sicherheit und schafft Handlungsspielraum“, betont OÖ.-Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz. Informationen zu Warnungen und persönlicher Krisenvorsorge bietet auch die Team Österreich-App.








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