Weniger Essen im Müll: Kliniken Vöcklabruck und Bad Ischl punkten
SALZKAMMERGUT. Weniger Essen im Müll. Die Kliniken Vöcklabruck und Bad Ischl zählen bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen zu den ausgezeichneten Standorten in Oberösterreich.

Lebensmittel retten und gleichzeitig Kosten sparen: Die Großküchen der Kliniken Vöcklabruck und Bad Ischl wurden für ihre Erfolge bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen ausgezeichnet. Damit gehören auch zwei Krankenhausstandorte aus der Region zu jenen Betrieben, die mit gezielten Maßnahmen deutlich weniger wertvolle Lebensmittel entsorgen.
30.000 Tonnen landen jährlich im Müll
Das Problem ist beträchtlich: In Krankenhäusern, Betriebsrestaurants, Bildungseinrichtungen, Gastronomie und Hotellerie fallen in Oberösterreich jährlich rund 30.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle an. Der Warenwert liegt bei rund 170 Millionen Euro.
26 oberösterreichische Großküchen messen mittlerweile regelmäßig ihre Lebensmittelabfälle. In den vergangenen sieben Jahren konnten die teilnehmenden Küchen ihre Abfälle um rund ein Viertel reduzieren.
Dazu werden im Rahmen von „United Against Waste“ die Lebensmittelabfälle genau erfasst. Anschließend wird an mehreren Stellschrauben gedreht: Mengen werden besser geplant, Portionsgrößen flexibler gestaltet und Buffets weniger stark überfüllt. Noch einwandfreie Speisen können zudem an soziale Einrichtungen weitergegeben werden.
Vöcklabruck und Bad Ischl unter ausgezeichneten Standorten
Für ihre Fortschritte wurden mehrere Häuser der Oberösterreichischen Gesundheitsholding ausgezeichnet – darunter auch die Kliniken Vöcklabruck und Bad Ischl. Gerade für Großküchen in Krankenhäusern ist die Planung eine Herausforderung, weil täglich eine große Zahl unterschiedlicher Mahlzeiten bereitgestellt werden muss.
Österreichweit zeigt sich auch das finanzielle Potenzial: Eine durchschnittliche Großküche entsorgt pro Jahr Lebensmittel mit einem Warenwert von rund 150.000 Euro.
Besonders erfolgreich ist das Ordensklinikum Linz der Barmherzigen Schwestern, das von kulinario versorgt wird. Es erhielt den Titel „Best of Austria“ und erreicht einen Verlustgrad von weniger als zwölf Prozent.
„Lebensmittelverschwendung ist kein Naturgesetz. Die ausgezeichneten Betriebe beweisen, dass schon viele kleine Änderungen in der Küche einen großen Unterschied machen können“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.








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