Marie Luise Harant aus Neukirchen an der Vöckla gewinnt Geschichtenwettbewerb
BEZIRK VÖCKALBRUCK. Beim Geschichtenwettbewerb des Familienbundes überzeugte die zwölfjährige Marie Luise Harant aus der dritten Klasse der Mittelschule Neukirchen an der Vöckla mit ihrer Geschichte „Das Escape Labor“.

Die begeisterte Leserin schreibt bereits seit sie lesen kann immer wieder eigene Geschichten. In ihrem Siegerbeitrag müssen zwei Kinder ein Rätsel in einem Labor lösen.
Das Escape Labor von Marie Luise Harant
„Theo war langweilig. In diesem Moment rief Mimi an. „Hast du morgen schon was vor? Nein? Na, jetzt schon.“„Okay. Und was?“, wollte Theo wissen.„Ich habe uns für eine Führung im technischen Forschungszentrum angemeldet.“ Erwartungsvoll machte Mimi eine Pause.„Computer? Chemie-Labor? Und geheime Experimente? Klar, das machen wir“, stimmte Theo begeistert zu. Im Hintergrund bellte Mimis Hündchen Pixel zur Bestätigung.Am nächsten Tag begrüßte sie ein weißer Roboter in der Empfangshalle des Forschungszentrums. „Pling. Hallo, ich bin Robina. Pling. Ich begleite euch heute. Pling. Bitte entfernt euch nicht von mir. Pling. Manche Räume sind nur für Wissenschafter. Pling.“„Wow, ist das cool“, ließ Theo hören.„Total aufregend“, stimmte Mimi ein. Sie hatte ihre große Tasche vor sich auf den Boden gestellt. Aus den Augenwinkeln sah Theo, dass sich diese bewegte. „Nein, oder?“, zischte er ihr zu. Mimi klimperte mit den Augenlidern. Und während die beiden noch stritten streckte Pixel seinen Kopf aus der Tasche. Theo stöhnte auf: „ Mann! Muss dein Hund wirklich überall mit dabei sein?“ Mimi fuhr ihn an: „Du bist doch bloß neidisch, weil du keinen Hund hast sondern nur einen kleinen mickrigen Hamster.“ „Hey, das stimmt doch gar nicht. Ich liebe Lilly über alles“, protestierte Theo. Jemand hinter ihnen räusperte sich. Die beiden fuhren herum. Vor den beiden Kindern stand eine schlanke, junge Frau. Sie hatte sich einen strengen Dutt nach hinten gebunden und ihr kohlrabenschwarzes Haar glänzte im Sonnenlicht. „Guten Tag“, begrüßte die Frau Theo und Mimi, „ich bin Professorin Mayer. Sabine Mayer. Und ihr?“ „Ähhm! Wir sind Theo und Mimi“, stotterte Mimi. „Wir haben eine Führung gebucht“, fügte Theo hinzu. Frau Mayer musterte die beiden. Schließlich antwortete sie: „Ach ja! Nun, Robina habt ihr ja schon kennengelernt. Dann wünsche ich euch viel Spaß.“ Sie drehte sich um und stöckelte auf ihren hohen Absätzen davon. Robina kam zu den beiden Kindern und erklärte ihnen: „Also, das war die Chefin des Forschungszentrums
.Pling. und des Esca…“ „Des was?“, fragte Theo neugierig. Der Roboter antwortete nicht, sondern sagte nur: „Kommt mit! Pling. Die Führung beginnt.“ Die beiden Kinder folgten Robina. Pixel dackelte ihnen hinterher. Der Roboter führte Theo und Mimi in einen Raum. Dort stand ein großer, schwarzer Tisch auf dem sich verschiedene Fläschchen befanden, die mit grünen, blauen oder weißen Flüssigkeiten gefüllt waren. „ Also“, begann Robina, „das ist das Chemielabor des Forschungszentrums. „Wow!“, entfuhr es Mimi. Theo fragte den Roboter: „ Was ist das denn für eine Tür?“ Er war bei einer schweren Eisentür angekommen. „Das……. war einmal ein Escape Room. Pling. Kommt mit. Wir gehen in den nächsten Raum.“ Plötzlich machte die Tür, durch die Robina verschwunden war, klick. Theo und Mimi waren eingeschlossen. „Was sollen wir denn jetzt tun?“ Mimi ging auf den Escape Room zu. „Wir gehen jetzt da rein!“, meinte sie mit fester, wenn auch etwas zittriger Stimme. Theo starrte seine Freundin ungläubig an. Mimi drückte die schwere Klinke hinunter. Die Eisentür knarzte. Theo staunte. Hinter der Tür befand sich ein Raum. Er war nicht sehr groß, dennoch stand ein großer, verstaubter Computer auf einem kleinen, morschen Holztisch. Auf einem Schild stand groß „Escape Labor.“ Auf dem Tisch lag ein Zettel. Darauf stand: Löst dieses Rätsel: Wie viele Fläschchen stehen auf dem Tisch draußen im Labor? Theo erinnerte sich. Es waren 9 Fläschchen. Auf dem Zettel stand noch: Gebt es in den Computer ein. Theo flüsterte Mimi zu: „Es sind 9 Fläschchen“ Seine Freundin versuchte den Computer einzuschalten. Er blinkte auf. Mimi gab ein: 9 Fläschchen. „Bingo! Es ist richtig“, rief Theo erfreut. Plötzlich öffnete sich eine Tür. Es strömte Licht herein und beschien die beiden Freunde. Theo und Mimi liefen sofort hinaus. Sie kamen in die Empfangshalle. Dort warteten bereits Robina und Frau Mayer. „Entschuldigung! Robina hatte einen Kurzschluss und hat die Tür verschlossen.“ „Ist ja nichts passiert“, beruhigte Theo Frau Mayer. „Wo steckt eigentlich Pixel ?“, fragte Mimi. Da kam der kleine Hund aus dem Escape Room geschossen. Mimi nahm ihn an die Leine und verabschiedete sich von Robina und Frau Mayer. Theo und Mimi freuten sich schon auf ihren nächsten Besuch im Forschungszentrum.“








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