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VÖCKLABRUCK. Die Arbeitsgruppe der Lebenshilfe Vöcklabruck sucht dringend Mitglieder. Nach dem überraschenden Ableben von Schriftführer Fritz Jäger und dem Ausscheiden langjähriger Mitglieder ist die Anzahl der aktiven Mitglieder soweit zurück gegangen, dass bei der nächsten Vorstandswahl wahrscheinlich nicht einmal mehr alle Vorstandsämter besetzt werden können.

Es geht auch um die Unterstützung der Lebenshilfe Werkstätten. Foto: www.a-ss.at
Es geht auch um die Unterstützung der Lebenshilfe Werkstätten. Foto: www.a-ss.at

„Das ist zwar nicht erfreulich aber nicht unser eigentliches Problem“, so Arbeitsgruppenobfrau Christine Rauscher. „Die Arbeitsgruppe ist das Bindeglied zwischen den Einrichtungen der Lebenshilfe in Vöcklabruck, den Eltern der Klienten und der Bevölkerung. Um diese Kontakte zu beleben braucht es Menschen, die sich auf verschiedene Arten für die Belange der Klienten einsetzen. Die fehlen uns“. Aufgaben der Arbeitsgruppe sind die Interessensvertretung der Klienten, Mitgliederwesen und gesellschaftspolitisches Wirken sowie Fundraising, also das Auftreiben von Spendengeldern, um dort unterstützen zu können, wo die Finanzierung des Landes nicht ausreicht. „Wohneinrichtungen, Werkstätten, Tagesstrukturen, Kindergarten, Hort oder Frühförderung - wenn die Einrichtungen mit einem Wunsch zu uns kommen, versuchen wir die nötigen Mittel aufzutreiben und bei der Finanzierung zu helfen“, so Rauscher. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Pflegebäder, Einrichtungsgegenstände, Computer, die Ermöglichung eines gemeinsamen Ausfluges oder von Weihnachtsgeschenken.

Landesmittel reichen nicht aus

„Die Mittel, die vom Land OÖ zur Verfügung gestellt werden, reichen bei weitem nicht aus, um alles abzudecken, was die Klienten in der Lebenshilfe brauchen“, sagt Rauscher. Die Arbeitsgruppe hat in der Vergangenheit Benefizkonzerte, Spendenaktionen, Flohmärkte und verschiedene andere Aktivitäten durchgeführt, dafür fehlt im Moment das Personal.

Immer weniger Unterstützung kommt von den Angehörigen der Klienten, die in der Lebenshilfe beschäftigt sind oder wohnen. Nur noch ein kleiner Teil wird Mitglied des Vereins Lebenshilfe, kaum jemand engagiert sich für eine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe. „Es wäre dringend nötig, Kontaktpersonen zu den einzelnen Einrichtungen in unserer Arbeitsgruppe zu haben, damit wir immer auf dem Laufenden sind, was die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Klienten angeht“, so Christine Rauscher, die selbst Mutter einer Klientin ist und in regelmäßigem Austausch mit den Einrichtungsleitern steht. Sport- und Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Therapiematerialien, es sind wichtige Dinge für die Klienten, die von der Arbeitsgruppe ermöglicht werden.

Firmen füllen Finanzlücken

„Die Unterstützung für die Lebenshilfe ist im Bezirk Vöcklabruck groß. Viele Firmen unterstützen regelmäßig und mit großen Beträgen, worüber wir uns sehr freuen“, sagt die Arbeitsgruppenobfrau. 2018 seien jedoch viele Spendengelder in die Special Olympics Nationalen Sommerspiele geflossen. Die Arbeitsgruppe hofft, dass die Spender 2019 zurückkehren. Rauscher betont aber auch, dass die Arbeitsgruppe Vöcklabruck der Lebenshilfe nicht nur auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, sondern auch dringend personelle Unterstützung braucht.

Um sich vorzustellen und einen Einblick in die Tätigkeiten der Arbeitsgruppe zu ermöglichen gibt es am Freitag, 1. Februar, um 18 Uhr einen „Gemütlichen Abend“ in der Vöcklabrucker Lebenshilfe-Werkstätte in der E-Werkstraße 74. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Um Anmeldung unter christine.rauscher@gmx.at wird gebeten.


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