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VÖCKLABRUCK. Sie waren immer auf der Seite der Schwächeren und Benachteiligten. Dafür bedankte sich die offizielle Vertretung der Stadt Vöcklabruck bei Waltraud Schobermayr und Karl Kronlachner.

V.l.: Kulturreferentin Vizebürgemeisterin Karin Eidenberger, Bürgermeisterin Elisabeth Kölblinger, Waltraud Schobermayr, Karl Kronlachner, die Stadträte Sonja Pickhardt-Kröpfel und Stefan Maier sowie Herbert FeilmayrFoto: Stadtamt

Als Kinderärztin in Vöcklabruck war sie sicherlich ausgelastet – dennoch engagierte sich Waltraud Schobermayr auch noch ehrenamtlich im Sozialzentrum, zuerst als Mitglied des Vorstands und von April 2008 bis Juni 2020 als Obfrau des Vereins. Unter ihrer Leitung wurden wichtige Projekte abgewickelt, und neue Tätigkeitsbereiche entstanden. Heute präsentiert sich das Sozialzentrum mit umfassenden Angeboten vom Impuls Kinderschutzzentrum über den Sozialmarkt „Der Korb“ bis zur „Mosaik Notschlafstelle“.

Wenn man Großes bewirkt

Durch ihre berufliche Tätigkeit war Schobermayr schon früh mit dem Problem „Gewalt und Missbrauch bei Kindern“ konfrontiert. Damals gab es im Bezirk noch keine Anlaufstelle für Kinder in Problemsituationen, Opferschutz oder Elternberatung. Die Frauen- und Familienberatungsstelle im Sozialzentrum startete 1997 ein Kinderschutzangebot. Aus dieser Initiative entstand das „Impuls Kinderschutzzentrum“. Im Jahr 2000 wurde das Angebot um die Familien- und Scheidungsberatung bei Gericht erweitert. 2005 kam die Prozessbegleitung für Kinder und Jugendliche dazu. Und 2010 die Kinderbeistandshilfe bei Obsorge- und Besuchsrechtsverfahren. Die Wohnungslosenhilfe „Mosaik“ wiederum wurde durch innovative Projekte wie die Starthilfe Wohnen, das Finanzcoaching, die Wohnungsagentur und die Integrationshilfe erweitert. Der Sozialmarkt „Der Korb“ konnte ein neues, großes Lokal in der Stadtsaalpassage gestalten.

Sozialzentrum im Fokus

Bis heute ist das Sozialzentrum Vöcklabruck zu einem sozialen Betrieb mit 25 angestellten Mitarbeitern und circa 40 ehrenamtlich Tätigen angewachsen. Aus diesen Gründen hat Schobermayr das Ehrenzeichen der Stadt Vöcklabruck in Silber erhalten.

Finanzielle Unterstützung

Auch Karl Kronlachner war im Sozialzentrum Vöcklabruck langjähriges Vorstandsmitglied. Der ehemalige Filialleiter der Volkskreditbank Vöcklabruck hat einen Großteil seiner Freizeit in den Dienst der guten Sache gestellt. Für das Sozialzentrum Vöcklabruck war sein Wirken, vor allem in den Anfangsjahren, unverzichtbar, galt es doch, den Verein finanziell am Leben zu erhalten. Unter anderem sogar durch die Übernahme einer persönlichen Bürgschaft.

Arbeit im Hospiz

Außerdem engagiert sich Kronlachner bei der Assista GmbH. Altenhof, in der Pfarrgemeinde Ottnang und war bei der Hospizbewegung in führender Funktion tätig. Die Stadt Vöcklabruck honorierte diesen vielfältigen Einsatz mit dem Ehrenzeichen der Stadt Vöcklabruck in Bronze.


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