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VÖCKLABRUCK. Aus der im Armutsnetzwerk geborenen Idee, in Vöcklabruck einen Sozialmarkt zu installieren, entstand „der Korb“. 2006 öffnete der Markt erstmals seine Pforten und hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einer unverzichtbaren Einrichtung entwickelt.

Der Sozialmarkt „der Korb“ feiert heuer sein 15-jähriges Bestehen. (Foto: privat)
Der Sozialmarkt „der Korb“ feiert heuer sein 15-jähriges Bestehen. (Foto: privat)

Seit Bestehen des Korbs wurden 2.827 Einkaufsberechtigungen ausgestellt. Viele Kunden konnten ihre Karte später wieder zurückgeben, weil sie diese Form der Unterstützung nicht mehr brauchten. Ihre Einkommenssituation hat sich verbessert, weil sie (wieder) Arbeit gefunden haben oder weil sie ihre Ansprüche (Pension, ausstehende Unterhaltszahlungen und ähnliches) geltend machen konnten.

Andere wiederum kommen schon seit Beginn in den Markt und werden dieses Angebot auch weiterhin nutzen müssen, weil leider keine Aussicht auf Besserung der Situation besteht. Vorwiegend handelt es sich hierbei um Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen, die keiner geregelten Arbeit nachgehen können oder Mindestpensionisten, deren Einkommen auf niedrigem Niveau bleibt.

Drei Standbeine für Warenbeschaffung

An stark frequentierten Tagen nutzen 87 Menschen das Angebot – im wöchentlichen Durchschnitt verzeichnet der Korb derzeit 63 Einkäufe pro Öffnungstag. Die Warenbeschaffung für den Korb läuft im Wesentlichen auf drei Schienen. Der größte Teil aller Waren stammt von den Supermärkten und Händlern – das sind die Produkte mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum, die Saisonware und die leicht verderbliche Ware wie Obst, Gemüse und Brot. Eine weitere wichtige Schiene stellt der „Soziale Warenkorb“ dar, der im November 2012 von Hermann Krenn ins Leben gerufen wurde. Seit Beginn dieser Aktion wurden alleine für den Korb insgesamt 33.725 Kilo Lebensmittel gesammelt. Zu diesem Bereich gehören auch die bäuerlichen Produzenten und Bäckereien, die den Korb immer wieder mit Eiern und Gemüse sowie Brot und Gebäck versorgen. Der dritte Bereich, der zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, sind die Spenden. Ohne diese Form der Unterstützung wäre es nicht möglich, den Kunden Milch, Eier, Nudeln, Reis, Zucker und Öl anzubieten. Jeder finanzielle Beitrag, der dem Korb zugutekommt, wird eins zu eins in Lebensmittel umgewandelt. Seit Beginn der Pandemie musste der Korb hier leider einen starken Rückgang an Unterstützungen verzeichnen.

Unterstützung

Im Hinblick auf das kommende Weihnachtsfest und um weiterhin ein für die Kunden attraktives Warenangebot anbieten zu können, ist der Korb auf Unterstützung angewiesen. Finanzielle Zuwendungen an diese Einrichtung sind steuerlich absetzbar (VKB Vöcklabruck AT62 1860 0000 1602 9548).


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