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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Der Wald im Bezirk Vöcklabruck zeigt eine ausgezeichnete Zukunftsentwicklung, die Jagd leistet dazu einen hervorragenden Beitrag. Als Naturliebhaber soll man sich im Wald richtig verhalten, um insbesondere die Wildtiere nicht zu stören.

Junges Rehkitz (Foto: Ph. Stögner)
  1 / 3   Junges Rehkitz (Foto: Ph. Stögner)

Die Jagdgebiete im Bezirk Vöcklabruck wurden in den letzten Wochen von den Vertretern des Forstdienstes der BH Vöcklabruck gemeinsam mit den jeweiligen Jagdverantwortlichen und Vertretern der Grundbesitzer erkundet. Anlass ist die Erstellung der behördlich vorgeschriebenen Abschusspläne für Rehe, und dort, wo sie vorkommen, für Hirsche (sogenanntes Rotwild) und Gämsen. Vereinfacht gesagt müssen dort, wo zu viele junge Bäume von diesen Wildtieren verbissen werden, auch mehr erlegt werden, um eine gute Waldentwicklung zu ermöglichen. Die diesjährigen Beurteilungen durch den behördlichen Forstdienst zeigen sehr deutlich ein zukunftsfähiges Waldbild: von 100 Jagdgebieten konnten 84 mit der Bestnote 1 beurteilt, 15 Jagdgebiete mit 2 und nur ein Jagdgebiet mit 3 beurteilt werden. Die Jägerschaft im Bezirk hat mit einer hohen Abschussplanerfüllung von 105% (6.901 Stück Rehwild) auch im Vorjahr zu diesen sehr erfreulichen Zahlen beigetragen.

Richtige Bejagung

Doch die Abschusshöhe ist dabei nicht allein ausschlaggebend. Es muss durch ein korrekt ausgeübtes jagdliches Handwerk sehr stark auf die Alters- und Sozialstruktur in den Lebensgemeinschaften der Wildbestände geachtet werden. Wichtig ist zum Beispiel, nur wenige mittelalte und erfahrene Tiere, dafür vermehrt junge und alte Stücke zu erlegen. Dadurch ist ein gesunder und widerstandsfähiger Wildbestand mit einer zukunftssicheren Altersstruktur gegeben. Genau diesen Zustand gilt es zu erhalten, denn erfahrene und gesunde Wild richten weniger Schäden an als unerfahrene. Durch die richtige Bejagung wird so der Wildbestand auf einem wirtschaftlich und ökologisch verträglichen Niveau gehalten. Wild und Wald entwickeln sich in ihrer Wechselwirkung zu einer gesunden und intakten Artenvielfalt, die jeder Erholungssuchende sehr zu schätzen weiß.

So kann der Naturfreund helfen

Für viele Naturliebhaber ist die Natur ein schier unerschöpflicher Quell an Erholung und Freude. Sei es beim Spazieren gehen, beim Langlaufen, beim Joggen, Reiten oder Rad fahren. Dabei dürfen aber nicht immer nur der Mensch und der „Spaß“ im Vordergrund stehen. Man darf durchaus an die, in unserer Verantwortung liegenden Wildtiere denken. „Ob Amsel, Rebhuhn, Hase, Fuchs oder Reh, alle Wildtiere reagieren auf Störungen sehr empfindlich. Vor allem jetzt im Frühjahr kommt mit der Aufzuchtzeit der Jungtiere eine besonders herausfordernde Zeit auf die Wild-Mamas zu. Die meisten Rehkitze erblicken zum Beispiel im Mai und Juni das Licht der Welt. Aus Angst vor Fressfeinden nähert sich die Reh-Mama in den ersten Wochen nur ein oder zweimal am Tag dem Kitz und säugt es“, erklärt Bezirksjägermeister Anton Helmberger.

Als Naturliebhaber und Naturnutzer kann man den Wildtieren auch helfen, zum Beispiel in dem man auf Wegen und Routen bleibt. Unter keinen Umständen sollen Jungtiere wie Rehkitze oder kleine Hasen berührt werden und Ruheplätze (die Wohnzimmer) des Wildes sollen ganz besonders in der Frühlingszeit gemieden werden.

Zahlreiche Wildtiere finden sich mit Störungen dann ab, wenn für sie Raum und Zeit vorhersagbar sind. Studien belegen eindrucksvoll, wie Rehe vor Menschen, die sich an Wege halten, erst bei einer Annäherung von wenigen dutzend Metern fliehen. Zu Schreckreaktionen und kräfteraubenden Fluchten kommt es dagegen bei querfeldein Läufern und Fahrern, von denen die Wildtiere mitten im Wald und fernab bekannter Wege überrascht werden.


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