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BEZIRK. Die richtige Sitzposition im Auto ist nicht nur wichtig für den Komfort, sondern schützt auch vor schwerwiegenden Verletzungen bei einem Unfall. Der ARBÖ hat ein paar Tipps zur richtigen Einstellung von Sitz, Lenkrad und der entsprechenden Körperhaltung zusammengefasst.

Die korrekte Sitzposition beim Lenken eines Autos. (Foto: ARBÖ)
Die korrekte Sitzposition beim Lenken eines Autos. (Foto: ARBÖ)

Bei der Sitzhöhenverstellung sollte eine Position gewählt werden, in der stets gut rundum gesehen und sämtliche Anzeigen des Armaturenbretts gut abgelesen werden können. Die Augen sollten hierbei etwa auf halber Höhe der Frontscheibe sein. Ein zu niedrig eingestellter Sitz sorgt für eine schlechte Beckenpositionierung und wirkt sich nachteilig auf die Bandscheiben aus. Die Vorderkante des Sitzes sollte nicht zu weit nach oben gestellt werden, damit die Oberschenkel noch genügend Freiraum haben. Die Sitzfläche darf nur so weit nach hinten verstellt werden, dass die Knie beim Durchtreten der Pedale leicht angewinkelt und nicht gänzlich durchgestreckt sind. Das Ende der Sitzfläche sollte sich einige Zentimeter vor der Kniekehle befinden. Das Gesäß sollte sich dabei so nah wie möglich an der Rückenlehne befinden. Eine möglichst aufrechte Sitzposition schont den Rücken und verringert den Abstand zur Kopfstütze. Die Schulterblätter sollten auch beim Lenken Kontakt mit der Rückenlehne haben.

Lenkradeinstellung

Grundsätzlich sollte das Lenkrad möglichst „steil“ bzw. vertikal stehen, allerdings darf dabei die gute Sicht auf die Armaturen nicht verloren gehen. Die 9/3-Uhr-Haltung des Lenkrads ermöglicht eine optimale Reaktion in Notsituationen. Zudem bietet diese Haltung den perfekten Schutz vor einem aufgehenden Airbag. Die Entfernung des Lenkrads sollte so gewählt werden, dass die Arme nur leicht angewinkelt und nicht ganz ausgestreckt sind.

Beifahrer: Beine runter vom Armaturenbrett

Eine verkrampfte Haltung dicht am Lenkrad ermüdet stark und macht schnelle Ausweichmanöver unmöglich. Außerdem kann diese Sitzposition bei einem Unfall zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Das Fahren mit einer zu flach eingestellten Rückenlehne sollte vermieden werden, denn der fehlende Lehnen- und Kopfstützenkontakt kann sich gerade auf die Wirbelsäule sehr gefährlich auswirken. In Notsituationen sind nicht nur zielgenaue Lenkmanöver unmöglich, sondern auch sämtliche Sicherheitssysteme wie Airbags und Gurte schützen nicht mehr optimal. Auch Beifahrer sollten auf ihre Sicherheit achten. Absolut gefährlich ist es, die Füße am Armaturenbrett abzulegen. Bei einem Unfall würden die Beine nach oben gedrückt werden und gegen den eigenen Kopf prallen. 

Richtig angegurtet

Der Sicherheitsgurt im Auto ist ein Lebensretter – wenn er richtig angelegt wird. Der Gurt sollte auf Schulterhöhe anliegen, keinesfalls sollte er unter der Achsel oder gar über den Hals geführt werden. Ein Beckengurt sollte möglichst tief auf dem Hüftknochen liegen, nicht auf dem Bauch. Generell sollte der Sicherheitsgurt möglichst nah am Körper anliegen, um im Falle eines Aufpralls optimal zu schützen – übermäßig ausgepolsterte Kleidungsstücke sollten also vor Fahrtantritt ausgezogen werden. Besonders in der Schwangerschaft ist anschnallen wichtig, denn das größte Verletzungsrisiko für Frau und Baby besteht bei einem Aufprall des Bauches auf das Lenkrad. Wichtig beim Angurten in der Schwangerschaft ist, dass der Beckengurt unterhalb des Bauches eng am Becken anliegt. Der Schultergurt sollte zwischen den Brüsten geführt werden.


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