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Regionalmanagement macht „Appetit auf Zukunft“
GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Immer mehr Konsumenten möchten die Versorgung mit gesunden und regionalen Lebensmitteln selbst in die Hand nehmen. Das Projekt „Appetit auf Zukunft“, das von der RMOÖ (Regionalmanagement Oberösterreich) begleitet wird, unterstützt und fördert Konsumenten, Produzenten und Agenda-21-Gemeinden bei der Gründung lokaler Initiativen für eine regionale, ökologische Lebensmittelversorgung.

Ein Ziel der RMOÖ ist es, die Lebensqualität in den oberösterreichischen Regionen nachhaltig zu steigern. Daher unterstützt sie Maßnahmen im Bereich der Ortskernbelebung, der Infrastrukturbelebung, der Freizeit- und Kulturangebote und auch im Bereich der Nahversorgung. Das Projekt „Appetit auf Zukunft“ wird aus dem Programm Agenda 21 des Landes OÖ gefördert, als Projektpartner sind die RMOÖ, die Oö. Zukunftsakademie, das Land OÖ und Bio Austria mit an Bord.„Ernährung brennt den Menschen unter den Nägeln“„Agenda 21 ist ein weltweites Programm zur nachhaltigen Entwicklung einer Gemeinde. Gemeinsam mit der Bevölkerung wird ein Fahrplan in eine zukunftsfähige Entwicklung erarbeitet. Die Themen Regionalität und Ernährung brennen immer mehr Menschen unter den Nägeln. Deshalb werden ehrenamtlich aktive Menschen bei der Gründung von Initiativen in diesem Bereich unterstützt“, erklärt RMOÖ-Regionalmanager Johannes Meinhart, der die Agenda-Gemeinden in der Region Vöcklabruck-Gmunden betreut.Eine innovative Möglichkeit der regionalen Lebensmittelversorgung sind sogenannte „FoodCoops“ (Food Cooperative, zu Deutsch: Lebensmittelkooperative). Das sind Zusammenschlüsse von ehrenamtlich engagierenden Personen und Haushalten, die selbst organisiert Produkte direkt von lokalen Bauernhöfen, Gärtnereien, Imkereien etc. beziehen. Das bringt Vorteile für alle Beteiligten: Durch die wöchentliche Vorbestellung haben die Produzenten einen sicheren Absatz, zudem erhalten sie – ohne Zwischenschaltung des Einzelhandels – einen fairen Preis für ihre Produkte. Die Gemeinden profitieren, weil Teile der Wertschöpfung direkt im Ort bleiben und neue Kooperationen zwischen Bürgern, Unternehmen bzw. Produzenten angestoßen werden können. Nicht zuletzt leisten solche Projekte auch wertvolle Beiträge für eine gesunde Ernährung, für Umweltschutz oder einen Impuls für ein gutes Miteinander in der Gemeinde.FoodCoops sind in ganz Österreich im Vormarsch: Alleine in Oberösterreich gibt es bereits rund 40 derartige Projekte. Johannes Meinhart berät und begleitet Gemeinden in der Region Vöcklabruck-Gmunden, die im Rahmen der Agenda 21 gemeinsam mit ihren Bewohnern eine Initiative zur Versorgung mit regionalen Lebensmitteln umsetzen wollen. Wichtig ist dabei auch der soziale Aspekt, so Meinhart: „FoodCoops bringen Leute zusammen, es werden neue Treffpunkte geschaffen und sie schaffen die Möglichkeit zum Kennenlernen der eigenen Gemeinde und Region.“Drei neue „FoodCoops“ in der RegionIn der Pilotphase von „Appetit auf Zukunft“ werden in Oberösterreich heuer sieben Agenda-21-Gemeinden fachlich und finanziell bei der Erstellung von FoodCoops unterstützt. Die gesammelten Erfahrungen werden für zukünftige Initiativen aufbereitet. Drei der sieben Pilotgemeinden kommen aus der Region.In Rüstorf wurde die Einkaufsgemeinschaft „Gutes von Dahoam“ im April feierlich eröffnet. Der Verein wurde im vergangenen Herbst gegründet, zwanzig Produzenten und Landwirte beliefern mehr als 50 Familien und Haushalte mit ihren regionalen und ökologisch hochwertigen Produkten. Die Palette reicht von Fleisch über Milchprodukte bis hin zu Gemüse, Brot oder Marmeladen. „Die Landwirte liefern ihre Waren wöchentlich in unser Lager, das sich in einem Mühlwanger Bauernhof befindet. Dort können unsere Vereinsmitglieder die online vorbestellten Lebensmittel dann an jedem Freitag abholen“, berichtet Andreas Pölzleitner, Obmann von „Gutes von Dahoam“. Der Verein arbeitet ehrenamtlich und unentgeltlich. Mit einem kleinen monatlichen Geldbeitrag finanzieren die Mitglieder nur Miete, Betriebs- und Verwaltungskosten.Auch in Neukirchen an der Vöckla arbeitet eine Arbeitsgruppe bereits an einem Konzept für eine Einkaufsgemeinschaft, die bis Herbst ihre Aktivitäten aufnehmen könnte. Bereits in den Startlöchern steht der Verein „Gemeinsam.Leben.Straß“, der die Planungsarbeiten noch im Frühling aufnehmen möchte.Gemeinden, die Interesse an der Umsetzung eines Projekts zur regionalen Lebensmittelversorgung haben, können sich an das Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden wenden


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