Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK. Österreichweit verlangen acht Bundesländer einen Zuschuss in unterschiedlicher Höhe für die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten. Oberösterreich ist seit Februar mit einem geringen Kostenbeitrag in dieser Runde dabei, sozial gestaffelt und abhängig von der Betreuungszeit. Im Vorfeld wurden Sozialabbau, Gruppenschließungen und arbeitslose Pädagoginnen prognostiziert. Die Situation im Bezirk Vöcklabruck ist stabil, beziehungsweise geht es in Richtung weiteren Ausbau.

Landesrätin Christine Haberlander beim Besuch im Kindergarten Gampern: Gemeindeparteiobmann Jürgen Lachinger, Vizebürgermeisterin Evelyn Schobesberger, Gemeinderätin Manuela Gschwandtner, LR Haberlander, Bgm. Hermann Stockinger und Bezirksparteiobfrau LAbg. Michaela Langer Weninger (v.l.) Foto: OÖVP

„Diese Befürchtungen sind im Bezirk Vöcklabruck nicht eingetreten“, erklärt Landtagsabgeordnete und ÖVP-Bezirksparteiobfrau Michaela Langer-Weninger und ergänzt: „Man kann nicht leugnen, dass es vereinzelte Abmeldungen gibt. Im überwiegenden Teil der Gemeinden des Bezirkes bleiben die Nachtmittagsgruppen jedoch erhalten und die Betreuung aufrecht wie bisher.“

Investitionen im Laufen

Das Land Oberösterreich investiert massiv in den Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes, im Jahr 2008 waren 1400 Kinder in Betreuung, heute über 5000 Kinder. Alleine im Bezirk Vöcklabruck befinden sich derzeit acht Krabbelstubenbauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von zwei Millionen Euro im laufenden Bau- und Finanzierungsprogramm des Landes. Weiters werden in 15 Kindergartenbauvorhaben und zwei Hortprojekte insgesamt rund 8,2 Millionen Euro investiert. Durch diese Entwicklung forderte der Landesrechnungshof bereits 2017 die Einführung von Elternbeiträgen um die Kinderbetreuung nachhaltig abzusichern. Dieser Kostenbeitrag bedeutet auch ein Gleichziehen mit den Beitragsregelungen in Krabbelstuben, Horten und bei Tageseltern.

Langer-Weninger sieht jetzt eine Zeit der Evaluierung. „Viele Eltern waren durch Unklarheiten und parteipolitisch motivierte Aktionen verunsichert“, ist sich die Abgeordnete sicher. Die Gruppengrößen beziehungsweise die Anzahl an Kindern, die Betreuung am Nachmittag brauchen wird in den nächsten Monaten wieder ansteigen und sich einpendeln.

Es geht Richtung Flexibilität

Die Kinderbetreuung soll sich Schritt für Schritt vom starren System verabschieden und sich an den Bedürfnissen der Familien orientieren. So können Gemeinden in Einzelfällen Gruppengrößen überschreiten, wenn beispielsweise Frauen schnell einen Kindergartenplatz benötigen. „Zudem soll das Modell des Platz-Sharings helfen, Ressourcen besser zu nutzen und zu mehr Flexibilität führen. Auch Tageseltern bieten in Kooperation mit Gemeinden oder im Eigenheim Möglichkeiten für flexible Kinderbetreuung. Dieser Trend werde sich in jedem Fall fortsetzen“, ist Langer-Weninger überzeugt, dass Familien in Oberösterreich ein gutes Angebot zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung geboten wird. Das sieht auch Hermann Stockinger, Bürgermeister in Gampern, so: „Das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen ist gegeben und die Nachmittagsbetreuung wie in den letzten Jahren gewährleistet. Jedes Kind, das einen Platz benötigt wird einen bekommen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden