Regionale Spitzenvertreter zur Nationalratswahl 2019
BEZIRK. Tips hat Meinungen und Stellungnahmen der lokalen Politik zum Wahlergebnis (vorläufige Zahlen) eingeholt.

Die ÖVP hat sich im Bezirk von 32,41 Prozent (Wahl 2017) auf 38,89 Prozent gesteigert. Spitzenkandidat Christian Mader sieht damit den Weg und die Art der Politik von Sebastian Kurz beziehungsweise der ÖVP bestätigt. Er ist auch zuversichtlich, ein Nationalratsmandat zu bekommen. Mader: „Im Wahlkampf habe ich oft gehört, dass das, was Sebastian Kurz sagt, Hand und Fuß hat. Und es geht auch ohne anpatzen, wie man sieht.“
Die SPÖ ist im Bezirk von 25,03 Prozent auf 20,5 Prozent der Stimmen abgerutscht. Nun wackelt auch das Nationalratsmandat von Doris Margreiter. Es entschieden die Wahlkarten, die erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe ausgezählt wurden. Margreiter sieht in den Stimmenverlusten vor allem einen Gang von SPÖ-Wählern zurück zu den Grünen. 2017 waren diese in umgekehrte Richtung gewandert.
Für die FPÖ dürften die Spesenvorwürfe so kurz vor der Wahl doch Wirkung gezeigt haben. Österreichweit hat die FPÖ 16,1 Prozent der Stimmen erreicht, im Bezirk waren es 19,17 Prozent, gegenüber 27,95 Prozent im Jahr 2017. „Wir sind immer noch drittstärkste Kraft. Ich bin ein Verfechter von Regierungsverantwortung, aber das wird jetzt schwierig bis unmöglich“, sagt Gerhard Kaniak aus Schörfling, der regional eine deutlich stärkere Zustimmung zur FPÖ sieht als auf Bundesebene.
Die Grünen können feiern, sie sind im Bezirk von 3,69 Prozent auf 12,28 Prozent geklettert. Claudia Hauschildt-Buschberger: „Die Wähler – darunter auch viele junge – haben uns ihr Vertrauen geschenkt, das macht glücklich aber auch demütig. Die Menschen wollen eine der Zeit entsprechende Klima-, Umwelt- und Armutspolitik. Ich werde möglicherweise in den Bundesrat einziehen und dann Bindeglied zwischen Bezirk, Land und Bund sein. Klimapolitik ist ja im Bezirk Vöcklabruck nicht ausreichend berücksichtigt.“


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