Gewerkschaftsjugend Vöcklabruck: Hupen für mehr Ausbildung
VÖCKLABRUCK. Die Gewerkschaftsjugend Vöcklabruck startete eine Aktion, um auf die schwierige Situation junger Menschen am Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen. Coronabedingt fehlen auch im Bezirk viele Lehrstellen. Mit Plakaten forderten die Jugendvertrauensräte alle Autofahrer an der Leinerkreuzung zum Hupen für mehr Ausbildungsplätze auf.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen beträgt 92 Prozent. Das ist die höchste Steigerung bei allen Altersgruppen in Vöcklabruck. Die Vorsitzende der ÖGJ Vöcklabruck, Blazenka Petrovic, fordert deshalb einen Corona-Ausbildungsfond und die Schaffung von mehr überbetrieblichen Ausbildungsplätzen. „Es ist bei jungen Leuten nicht wurscht, ob sie ein oder zwei Jahre bei der Ausbildung verlieren“, so Petrovic. Sie wünscht sich mehr Engagement von der Politik. „Koste es, was es wolle – das muss besonders bei jungen Menschen und ihrer Ausbildung gelten“, erinnert sie die Regierung an eigene Versprechen.
Viele Autofahrer reagierten positiv auf die Aktion
Der Vorsitzende des Jugendvertrauensrates der Lenzing AG, Lukas Dornetshuber, freut sich über die große Zustimmung der vorbeifahrenden Autofahrer. „Jeder denkt an seine eigenen Kinder und wünscht sich eine gute Ausbildung für sie. Das darf durch Corona nicht gefährdet werden“, meint Dornetshuber. Für die fehlenden Lehrstellen sei in überbetrieblichen Lehrwerkstätten Ersatz anzubieten.
Viele hätten gehupt. Besonders laut wurde es, als zahlreiche Lkw-Fahrer gleichzeitig ihre Zustimmung kundtaten.


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