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BEZIRK VÖCKLABRUCK. “Ich denke, dass ein sehr gutes Paket geschnürt worden ist“, sagt Andreas Hammerle, Bezirkswirtesprecher, und meint damit den Umsatzersatz von 80 Prozent, nachdem die Gastronomie im zweiten Lockdown wieder schließen musste.

Derzeit hätten etwa ein Viertel der Gastrobetriebe im Bezirk auf Abhol- und Lieferservice umgestellt. Foto: Andrew Angelov/Shutterstock.com

Man höre noch nicht viel von der generellen Stimmung unter den Wirten und Hoteliers. „Es ist halt traurig, dass es schon wieder einen Lockdown gibt und die Zahl der Infizierten so steigt“, so Hammerle, der die Zenz“n Stub“n in Schörfling betreibt. Auch die Möglichkeit in der Kurzarbeit Phase 3, die Arbeitszeit der Mitarbeiter auf null zu setzen, sei eine gute Lösung, so der Gastronom.

Skepsis für die Wintersaison

Im Bezirk hätten bislang nur etwa ein Viertel der Gastro-Betriebe im November auf Abhol- bzw. teilweise sogar Lieferservice umgestellt. „Das bedeutet ja auch viel Aufwand, meist mit Personal in der Küche, und man weiß nicht, ob das – gerade im ländlichen Raum – dafürsteht.“ Über die rechtlichen Rahmenbedingungen bzw. Vorgaben werde aber durch die Wirtschaftskammer sehr gut informiert.

In der Zenz“n Stub“n sei die Sommersaison hervorragend gewesen. Nicht zuletzt, weil viele Urlaub daheim gemacht und Seen und Berge gestürmt haben. Städte würden jedoch sehr unter der Situation leiden. „Auch in Vöcklabruck gab es wenig Auslastung.“ Und mit den Reisewarnungen blicke man auch der Wintersaison skeptisch entgegen.

Die Zenz“n Stub“n wird dieser Tage wieder aufsperren bzw. einen Abholservice anbieten. „Wir haben die heimischen Martinigansln im Frühling bestellt, jetzt müssen wir schauen, dass wir den Schaden ein bisserl verkleinern bzw. die Ganslzeit ein bisserl verlängert wird“, so Hammerle: „Wenn wir hoffentlich zu Weihnachten aufhaben dürfen, könnten wir auch zum Weihnachtsessen eine Gans servieren.“

Ende des Lockdowns wird ersehnt

Der Bezirkswirtesprecher hofft, dass der Lockdown Ende November zu Ende ist. „Aber das ist natürlich sehr euphorisch, wenn man anschaut, wo die Corona-Zahlen hinrennen. In 14 Tagen kann man mehr sagen.“ Hammerle hofft jedenfalls, dass die Stammgäste ihren Wirten treu bleiben. „Wir wissen, dass in der Gastronomie fast keine Ansteckungen passieren und trotzdem fahren sie alles herunter. Dasselbe gilt für die Kulturbranche. Wenn der Lockdown verlängert wird, muss man sich wirklich fragen, wer die Rechnung bezahlen soll, das geht sich dann nicht mehr aus!

Ideenreich

„Wie einfallsreich die Gastroszene ist, zeigt beispielsweise die Initiative „Gastrovember“ des Stadtmarketings in Vöcklabruck: Wer die Abhol- und Lieferservices der teilnehmenden Betriebe nutzt und die lokale Gastronomie unterstützt, kann einmal pro Woche Gastrogutscheine gewinnen.

Nahversorger unterstützen

„Gasthäuser, Restaurants, Imbissstände und auch Hotels mussten schließen, Weihnachtsfeiern werden abgesagt, für die Gastronomie ist es wieder extrem schwierig. Wir alle können nun unsere Nahversorger und unsere Wirte und Stammlokale vor Ort unterstützen, indem wir das Liefer- bzw. Abholservice nutzen und uns die Köstlichkeiten zu Hause schmecken lassen“, appelliert auch WKO-Bezirksstellenobmann Stephan Preishuber.

Eine Übersicht über die Abhol- und Lieferdienste der Gastronomen gibt es von der Wirtschaftskammer online unter www.lieferserviceregional.at


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