Begegnungszone: Grüne orten Rückschritt
VÖCKLABRUCK. Im Mai werden Stadt- und Gemeinderat die Gestaltung der Begegnungszone am Stadtplatz mehrheitlich beschließen. Die Begegnungszone wurde von VP, FP und SP im Jahr 2019 gegen die Stimmen der Grünen beschlossen. Die Grünen kritisierten den verkehrs- und umweltpolitischen Rückschritt.

Aus dem Prozess zur Innenstadtentwicklung ließ sich keine Empfehlung für die Begegnungszone ableiten, so die Grünen. Gemeinderätin Petra Wimmer betont das Festhalten der Grünen an der ganztägigen Sommer-Fußgängerzone: „Es ist falsch, wenn eine Begegnungszone und somit die freie Durchfahrt für Autos zum Allheilmittel stilisiert wird.“
Kritik an Durchfahrzone
Die Grünen kritisieren, dass seit dem mehrheitlichen Beschluss pro Begegnungszone zwei Jahre vergangen sind, ohne dass ein neues Verkehrskonzept erarbeitet worden ist mit dem Ziel, den Durchzugsverkehr durch den Stadtplatz zu verringern. Eigentlich wäre dies die Grundlage für die architektonische Gestaltung des Stadtplatzes gewesen. „So bleibt die Begegnungszone auch nach einer Neugestaltung eine Durchfahrzone“, ärgert sich Wimmer.
Anerkennung für Architektenteam
Trotz der grundsätzlichen Kritik an der Ganzjahres-Begegnungszone erkennen die Grünen die Arbeit des Architektenteams zur Neugestaltung des Stadtplatzes an. „Es wird deutlich mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geben. Besonders wichtig sind die Baumpflanzungen, die zur Kühlung an heißen Sommertagen beitragen und die Aufenthaltsqualität verbessern werden“, so Umweltstadträtin Sonja Pickhardt-Kröpfel. Die Qualität einer Fußgängerzone könne mit diesen Maßnahmen allerdings nicht erreicht werden.


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