Postbus-Shuttle Mondseeland startet Betrieb
MONDSEE. Die sieben Mondseeland-Gemeinden ermöglichen eine neue Mobilität für Bewohner und Gäste der Region. Die politischen Vertreter der Gemeinden sowie die beteiligten Organisationen nahmen nun gemeinsam das Postbus-Shuttle in Betrieb.

Die Mobilitätsbedürfnisse ändern sich, Menschen wollen flexibler und unabhängiger, gleichzeitig aber kostengünstig sowie klimafreundlich unterwegs. Der Gedanke, ein eigenes Auto zu besitzen, verliert zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage bedarfsorientierter Services, die den vorhandenen öffentlichen Verkehr in ländlichen Regionen ergänzen und gleichzeitig Anbindungen schaffen, steigt.
„Das Postbus-Shuttle ist die clevere neue Mobilitätslösung für viele Wege, so günstig wie ein Öffi-Bus und so individuell wie der eigene Pkw“, sagt ÖBB Postbus Vorstand Alfred Loidl. „Per Klick sicher, günstig und durch geteilte Fahrten klimaschonend unterwegs sein. Genauso unkompliziert, wie man Filme und Musik jederzeit streamen kann oder Essen zugestellt bekommt, kann man das Postbus-Shuttle jederzeit abrufen.“
„Mobilität neu denken. Diese Aufgabe kommt auf unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren zu. Mit dem Postbus-Shuttle hat sich die LEADER-Region Fuschlsee-Mondseeland als Vorbild-Region positioniert“, erklärt Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Wieder einmal zeigt sich: LEADER stößt im Kleinen große Veränderungen an und schafft Lebensqualität vor Ort.“
Bequem ans Ziel
Das Postbus-Shuttle sorgt für öffentlichen Verkehrsanschluss, wo es noch keine Anbindung gibt. Der neue Mobilitätsdienst deckt die erste und letzte Meile erfolgreich ab und vernetzt nicht fußläufige Distanzen, die sonst mit dem Pkw zurückgelegt werden müssen.
„Unser Ziel ist, öffentliche Mobilität für unsere Bürger im ländlichen Raum attraktiv zu machen und eine klimafreundliche Alternative zum eigenen Zweitauto zu schaffen“, sagt Elisabeth Höllwarth-Kaiser, Bürgermeisterin von Oberhofen am Irrsee und Obfrau der LEADER-Region Fuschlsee-Mondseeland (FUMO) sowie des Vereins zur Regionalentwicklung Mondseeland (REGMO), der zugleich die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Mondseeland beherbergt. Gemeinsam haben all diese Akteure das Projekt in der Region ins Rollen gebracht.
„Der Shuttle sorgt beispielsweise für ein sicheres und bequemes Heimkommen unserer Bevölkerung, da er nach Bedarf per Klick gerufen wird und die Fahrgäste bis 300 m vor die Haustüre bringt. Speziell für unsere ältere Gesellschaft, die nicht die Möglichkeit hat oder einfach nicht mehr selbst mit dem Pkw fahren möchte, bringt das neue On-Demand-Angebot nur Vorteile.“
„In den letzten Jahren ist die Nachfrage der öffentlichen Anreise sowohl bei Nächtigungs- als auch bei Tagesgästen sprunghaft angestiegen und hat diesen Sommer einen neuen Höhepunkt erreicht“, ergänzt Thomas Ebner, Geschäftsführer Tourismusverband Mondsee-Irrsee. „Mit dem Postbus-Shuttle haben unsere Gäste nunmehr die unkomplizierte Möglichkeit, die letzte Meile der öffentlichen Anreise zu unseren Gastgebern und Ausflugszielen abseits der Hauptverkehrsrouten zu überbrücken.“
Einfach, umweltschonend und günstig
Gebucht wird das Postbus-Shuttle vom Fahrgast selbst über eine App, die Postbus-Shuttle-App. Genutzt wird es über ein dichtes Haltepunktenetzwerk mit rund 400 Haltepunkten, die in maximal 300 Meter fußläufig erreichbar sind. Zusätzlich ist es möglich, direkt bei regionalen Partnern in der Region, wie Tourismusbetrieben, Ärzten sowie Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben telefonisch zu buchen.
Der Fahrpreis ist kilometerabhängig und richtet sich nach dem Besetzungsgrad des Postbus-Shuttles pro Fahrt – je mehr Personen mitfahren, umso günstiger wird die Fahrt pro Person.
Neue Mobilität
Seit 2016 beschäftigen sich die Gemeinden intensiv mit dem Thema Zukunft der Mobilität in der bundeslandübergreifenden LEADER Region Fuschlsee-Mondseeland (FUMO), da in der Region ein stark zunehmendes Verkehrsaufkommen verzeichnet wird und die ländlichen Gemeinden teilweise eine mangelhafte öffentliche Erreichbarkeit aufweisen. Der Postbus-Shuttle-Betrieb ist vorläufig für drei Jahre vorgesehen und durch die sieben Mondseelandgemeinden finanziert.


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